© rmcc / Peter Krausgrill

Anzeige | 25. Februar 2021

Veranstaltungsbranche rüstet sich für Re-Start

Erkenntnisse des Gipfeltreffens zur Lage der Veranstaltungsbranche am 11./12. Februar 2021 aus dem RMCC in Wiesbaden

Am 11. und 12. Februar 2021, in einer Zeit des immer noch andauernden Lockdowns, lud die Wiesbaden Congress & Marketing GmbH gemeinsam mit westermann kommunikation zu einer Konferenz ein: "Pfade in die Zukunft" war das Thema eines Gipfeltreffens für die Veranstaltungsbranche, welches aus dem RheinMain CongressCenter in Wiesbaden als Online-Live-Veranstaltung stattgefunden hat.

Der Re-Start der Veranstaltungsbranche

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Die Idee und Motivation hinter dem Gipfeltreffen ist offensichtlich: Gemeinsam über den Re-Start der Veranstaltungsbranche nachzudenken und voneinander zu lernen, wo sonst der Wettbewerb dominiert.

Mehr als 450 Teilnehmer*innen verfolgten jeweils an den zwei Veranstaltungstagen live vor den Bildschirmen ein inhaltlich breit gefächertes Programm in insgesamt 11 Themen-Panels. Die Wiesbaden Congress & Marketing GmbH hatte über 35 hochkarätige Speaker aufgeboten, unter ihnen Li Edelkoort (Paris), eine der renommiertesten Zeitgeist-Analytikerinnen der Welt. Auf einem Scheitelpunkt der Pandemie ging es um Strategien für die Zukunft der Branche. Krisenreaktionen, Sicherheits- und Hygienekonzepte, digitale Perspektiven, Streamings und Studios wurden zwei Tage lang diskutiert, so u.a. mit dem Blick in die Zukunft von IAA und Buchmesse als wichtigen Leit-Veranstaltungen.

Gemeinsam über den Tellerrand blicken

Auf diese Pandemie gibt es nicht nur eine Antwort, eine Wahrheit oder eine Strategie, vielmehr braucht es die Bereitschaft, Scheuklappen abzulegen und das Eigene mit den Augen der anderen zu sehen. Nur so lässt sich das Denken in Silos überwinden, in denen das Wissen und die Kreativität sortenrein verdichtet sind und zu wenig Platz haben, sich mit dem Wissen aus anderen Disziplinen zu mischen und zu gären und eine neue Normalität herzustellen. Die Krise ist eine Chance, Dinge zu tun, von denen man wusste, dass sie getan werden müssen, die bisher immer wieder aus einer Vielzahl auch guter Gründe aufgeschoben worden sind.

Es wird Zeit, Pfade in die Zukunft zu finden. Diese könnte vielleicht sogar besser werden, aber auf jeden Fall ist sie anders: Das Gipfeltreffen war die erste Veranstaltung, die spartenübergreifend die Gemeinsamkeiten von Kulturschaffenden, Messe- und Bühnenbauern, Konzertagenturen und Kongressorganisator*innen darstellte. Sie alle sind auf Resonanz und Aufmerksamkeit angewiesen, um weiter arbeiten zu können.


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Über allem steht die Erkenntnis, dass die Pandemie-Krise eine Anpassung und Neuausrichtung der Veranstaltungsformate mit sich bringt. Die Attraktivität z. B. von Kongressen wird künftig weniger von der Besucher*innenzahl bestimmt sein als von Begegnungsmomenten und Begegnungstiefe der Teilnehmer*innen. Die Terminfindung und Ausrichtung einer Veranstaltung orientieren sich zukünftig mehr an den Bedürfnissen der Community. Standortfaktoren der Destinationen und Kongresshäuser, wie Lage, Attraktivität oder Wohlfühlatmosphäre erleben eine Wiederbelebung, rücken in den Fokus, bieten einen merklichen Unterschied zum digitalen Treffen. An die Stelle der Effizienz wird die Effektivität treten, die Innovation, Inspiration und die Intensität der Erfahrung. Kreativität, Agilität und Flexibilität sind gefragt, wenn es um die Ausgestaltung digitaler Begegnungen geht. Innovative Veranstaltungsformate, die seit Jahren Frontalvorträge ablösen, werden noch mal neu definiert und müssen ins Digitale übertragen werden. Kongresse und Veranstaltungen werden auf unterschiedlichen Medien zeitgleich stattfinden, ja sogar parallel in unterschiedlichen Städten. So wird ein Kongress zentral in einer Stadt organisiert, die begleitenden Workshops oder Vorträge finden parallel an unterschiedlichen Standorten statt und werden dazu noch digital übertragen.

Digitalisierung ersetzt nicht den persönlichen Austausch

Die beteiligten Referent*innen sind sich einig: Die Digitalisierung kann den persönlichen Austausch nicht ersetzen, aber sie kann helfen, um miteinander in Kontakt zu bleiben - da, wo man sich einmal im Jahr auf Leitmessen begegnete, kommuniziert man zwischendurch in unterschiedlichen Medien, sozusagen crossmedial, miteinander. Es wird eine Co-Existenz geben: physische und digitale Interaktion wechseln sich ab und ergänzen sich gegenseitig. Für die Zeit nach der Corona-Krise muss sich in der Veranstaltungsbranche ein neues Gleichgewicht aus persönlicher Präsenz und digitaler Distanz einstellen und finden.

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Auch Matthias Schultze, Geschäftsführer des GCB German Convention Bureau e. V. nahm an der Veranstaltung als Impulsredner zum Thema "The New Now!" teil. Im Anschluss nahm er sich die Zeit für ein kurzes Interview im Rahmen des Wiesbadener Videoformats "Convention Wiesbaden Stories." In dem Videomagazin, von "Convention Wiesbaden" produziert, werden regelmäßig Neuigkeiten rund um den Kongress- und Tagungsstandort Wiesbaden mit seinen Veranstaltungshäusern RheinMain CongressCenter, Kurhaus Wiesbaden und Jagdschloss Platte vorgestellt. Convention Wiesbaden Stories gibt Einblicke in (coronakonforme) Veranstaltungen und zeigt, wie Ihr Kongress, Ihre Tagung, Ihre Messe oder Ihr Event bei uns aussehen kann.

Convention Wiesbaden ist Ihr erster Ansprechpartner, wenn es um die Veranstaltungsplanung in Wiesbaden geht.

Weitere Erkenntnisse zum Gipfeltreffen lesen Sie im vollständigen Abschlussbericht.

Convention Wiesbaden Campus

Im Rahmen des Weiterbildungsformats "Convention Wiesbaden Campus" lädt Convention Wiesbaden regelmäßig zu exklusiven und kostenfreien Workshops und Weiterbildungsveranstaltungen ein. Ziel ist es, branchenrelevante Themen und Trends gemeinsam zu vertiefen.

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