Maren Courage © Kai Stuht

07 April 2020

Mit VR und AR Nähe zu Kunden und Partnern aufrechterhalten

GCB FutureTalks #4 mit Maren Courage, VR Business Club

„Die Eventbranche wird sich sehr stark wandeln – wir empfehlen jedem, diesen Wandel aktiv mitzugestalten“, sagt Maren Courage, Co-Gründerin des VR Business Club. Gemeinsam mit Oliver Autumn rief sie bereits 2016 die Business-Plattform für Virtual, Augmented und Mixed Reality ins Leben – inzwischen gehören ihr bereits über 180 Unternehmen als Mitglieder an. Für die Reihe GCB FutureTalks, Ausgabe #4, sprach sie mit Matthias Schultze, Managing Director des GCB, unter anderem über digitale Geschäftsmodelle und die Zukunft der klassischen Messe.

Matthias Schultze: Der VR Business Club ist eine Business-Plattform rund um Virtual, Augmented und Mixed Reality. Diese Themen nehmen momentan stark an Fahrt auf. Was bedeutet die Coronakrise für Euer Unternehmen?

Maren Courage: Zunächst einmal haben wir alle unsere kommenden Events auf ausschließlich virtuelle Veranstaltungen umgestellt. Diese finden bereits seit dem 9. März einmal wöchentlich auf Altspace VR statt. Das ermöglicht es uns, weiter mit unseren Mitgliedern und Partnern regelmäßig im Austausch zu bleiben. Zudem passen wir die Themen dieser „Social VR Talks“ der aktuellen Nachfrage an. Das heißt, wir präsentieren vor allem Lösungsanbieter, die sich mit Best Cases zum Thema Future of Work im Markt positioniert haben. Sie sind es, die aktuell vielen Unternehmen aufzeigen können, wie sich Virtual Reality oder Augmented Reality nutzen lässt, um mit Kund*innen, Partnern und Mitarbeiter*innen weiterhin und in Zukunft nachhaltig, effizient und kostenneutral zu arbeiten – und zwar „remote“. Schließlich bedeutet die Situation für uns als Gründer des VR Business Clubs, mehr und mehr Unternehmen in die Lage zu versetzen, virtuelle Tools zu nutzen und entsprechende Businessmodelle darauf aufzubauen.

Matthias Schultze: Was glaubst Du sind die zentralen „To Dos“ der Veranstaltungswirtschaft für die nächsten Wochen und Monate?

Maren Courage: Wir können den Augenblick nutzen, dass wir alle im selben Boot sitzen. Es ist JETZT der richtige Zeitpunkt zu handeln und neue Modelle zu finden, wie Veranstaltungen möglichst sexy und interaktiv 1:1 online oder als hybride Lösungen stattfinden können. Entscheidend ist es aus meiner Sicht, die bestehenden Geschäftsbeziehungen zu Partnern und Sponsoren mit viel Empathie aufrecht zu erhalten. Das vielleicht Wichtigste ist, dass die Führungskräfte in diesen Zeiten sichtbar und transparent bleiben und sich neben dem Krisenmanagement auch aktiv mit neuen digitalen Geschäftsmodellen beschäftigen. Die Eventbranche wird sich sehr stark wandeln. Wir empfehlen jedem, diesen Wandel aktiv mitzugestalten und bieten gerne Unterstützung an, wenn es um die Frage geht: Wo fange ich an?

Matthias Schultze: Wie wirkt sich die Coronakrise langfristig auf Veranstaltungen und Veranstaltungsformate aus?

Maren Courage:Wir glauben, dass viele Veranstaltungsformate, die nicht zwingend mit physischer Präsenz stattfinden müssen, virtuell ersetzt werden. Einfach deshalb, weil es den Unternehmen Kosten spart und viel nachhaltiger ist. Andere bestehende und sehr erfolgreiche Formate werden ihren Erfolg nur dann fortsetzen können, wenn sie krisensicher vorbereitet sind und ihre Offline-Konzepte verbessern und mit virtuellen Showräumen erweitern. Messebesucher*innen werden sich zukünftig sicher nicht mehr durch überfüllte Hallen von Stand zu Stand begeben. Stattdessen werden wir vielleicht zu 50 Prozent analoge Messen mit Expertenrunden, Exponaten zum Anfassen etc. sehen, und zu 50 Prozent virtuelle Erlebnisse. Damit meine ich vor allem Messe-Space, der mit Themen besetzt ist, die per VR und Touchscreens interaktiv zum Leben erweckt werden und die so auch den Messebesucher*innen einen echten Mehrwert bieten.

Das Interview in voller Länge können Sie auf eventcrisis.org nachlesen.

 

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