Carina Bauer

15 April 2020

"An die gegenseitige Unterstützung in dieser Krise werden wir uns noch lange erinnern"

GCB FutureTalks #6 mit Carina Bauer  

Die IMEX Frankfurt 2020 wurde infolge des Coronavirus-Ausbruchs abgesagt. Genau einen Monat nach der dieser Absage sprach Matthias Schultze, Managing Director des GCB, mit Carina Bauer, CEO der IMEX Group, in unserer Reihe GCB FutureTalks über wertvolle Unterstützung aus der Branche und Pläne für eine virtuelle IMEX.

Matthias Schultze: Nun ist es genau einen Monat her, seit Ihr die IMEX Frankfurt 2020 absagen musstet. Wie schätzt Du die Situation heute ein?

Carina Bauer: Für die IMEX, wie für alle Unternehmen, sind dies schwierige Zeiten. Ich denke, als Branche müssen wir diese Gelegenheit nutzen, um zu lernen und für die Zukunft zu planen. Wir sind überwältigt von der Unterstützung, die von unseren Partnern nach der Absage der Messe erhalten haben. An diese gegenseitige Unterstützung in der Krise werden wir uns noch lange erinnern, auch wenn Corona längst vorbei ist. Mein Appell lautet: Auch wenn ihr momentan nicht viel anderes tun könnt – bleibt in den kommenden Wochen und Monaten mit euren Kontakten auf der ganzen Welt in Verbindung.

Matthias Schultze: Woran arbeitet die IMEX Group derzeit? Was sind Eure Pläne für die nächsten Monate?

Carina Bauer: Wie viele andere Unternehmen aus der Branche schauen wir uns an, was in der virtuellen Welt sinnvoll und möglich ist. Wir möchten einen Beitrag leisten und der Branche etwas zurückgeben, aber wir wollen uns nicht mit der Fülle an Informationen und Webinaren, die es bereits gibt, ins Gehege kommen. Wir evaluieren intensiv, was wir anbieten können, das den einzigartigen IMEX-Charakter besitzt. Unser Team ist optimistisch und arbeitet hart daran, ein neues virtuelles Erlebnis für unsere Branche zu schaffen. Gleichzeitig verfolgen wir unsere Pläne für die IMEX America und die IMEX in Frankfurt 2021. Wir können es kaum erwarten, unsere Community in Zukunft wieder auf der IMEX willkommen zu heißen.

Matthias Schultze: Viele gehen davon aus, dass die Veranstaltungsbranche nach der Krise ganz anders aussehen wird. Was erwartest Du – wie geht es weiter?

Carina Bauer: Wenn diese Krise vollständig überwunden ist und Gesundheits- und Sicherheitserwägungen keine Rolle mehr spielen, wird es meiner Meinung nach eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach "face to face"-Veranstaltungen geben. Ich glaube aber auch, dass sich die Menschen an Online-Veranstaltungen gewöhnt haben werden. Das wiederum wirkt sich positiv auf die Eventbranche aus, die virtuelle und digitale Veranstaltungen noch breiter als bisher annehmen wird. Eine höhere Zahl hybrider und virtueller Erlebnisse, die ein physisches Event wirklich nachhaltig verlängern - das wäre doch ein großartiges Resultat.

Das Interview (in Englisch) in voller Länge können Sie auf eventcrisis.org nachlesen.