Digitale Event-Kommunikation: Das Hashtag als Herzstück

Autorin: Christina Quast

Um ein Event erfolgreich zu gestalten, ist Social Media unverzichtbar: Und ein Hashtag ist der entscheidende Bestandteil, damit die digitale Event-Kommunikation mit Facebook, Twitter und Instagram gelingt. Denn Hashtags - im Jahr 2007 bei Twitter erfunden - funktionieren in fast allen sozialen Netzwerken: Die Schlagwörter mit der Raute bündeln die Kommunikation zu einem Thema oder einem Event - und das nützt Veranstalter und Publikum.

Das Hashtag ist für die digitale Event-Kommunikation so wichtig wie Termin und Location für ein Event - sobald diese Eckdaten bekannt sind, sollte auch das Hashtag entschieden werden. Dieses ist dann immer im Zusammenhang mit dem Event zu verwenden: Und zwar nicht nur in Social Media, sondern zum einen auch online in E-Mails und auf der Website sowie zum anderen offline in Einladungen, auf dem Programm und an der Event-Location. So erfahren das Publikum, aber auch Speaker oder Prominente, welchen Hashtag es folgen und nutzen kann, um sich an der digitalen Event-Kommunikation zu beteiligen.

How to: Hashtag

Veranstalter sollten beachten, dass das Hashtag einmalig und einprägsam ist. Das bedeutet, dass es in allen sozialen Netzwerken getestet werden muss, um auszuschließen, dass das Schlagwort schon in einem anderen Kontext oder in einem anderen Land genutzt wird. Um einprägsam zu sein, ist ein Hashtag typischerweise der (abgekürzte) Titel des Events - bestenfalls ergänzt um die zweistellige Jahreszahl. Zum Beispiel: #imex17 oder #BOE17 für die Event-Fachmessen IMEX oder Best of Events. Die aktuelle Jahreszahl macht es leicht, einen etablierten Hashtag wieder zu verwenden und trotzdem die einzelnen Events voneinander zu trennen, etwa wenn eine Social Wall genutzt wird.

Mehr Publikum bei Events erreichen

Mit einem konsequent verwendeten Hashtag kann die Zielgruppe alle Informationen finden und die digitale Event-Kommunikation verfolgen, auch ohne am Event teilzunehmen, weil Termin und Ort nicht passen oder es ausgebucht ist. Twitter und demnächst auch Instagram bieten die Option, auch einem Hashtag - statt einzelnen Profilen - zu folgen. Für Veranstalter ist das eine optimale Möglichkeit, das Publikum und die Reichweite für ein Event durch Social Media zu vergrößern. Wenn viele Besucher einen Event-Hashtag verwenden, wird es wahrscheinlich in den "Trending Topics" der sozialen Netzwerke genannt - mit dem Effekt, dass noch mehr Menschen auf das Event aufmerksam werden. Mit dem Content, den ein Event automatisch für Social Media schafft, lassen sich auch zahlreiche neue Abonnenten für die eigenen Social-Media-Profile gewinnen.

Christina Quast
Christina Quast

Christina Quast hat sich nach einem Journalistik-Studium auf Social Media für Events spezialisiert: Als "Hashtaghüterin" kümmert sie sich um die digitale Live-Kommunikation bei Veranstaltungen der Medien-, Kultur- und Eventbranche, zum Beispiel für das Grimme Institut und bei "Best of Events" in Dortmund. Zusätzlich bloggt sie über digitale Tools und Themen und gibt auch deutschlandweit Seminare, wie bei der IMEX in Frankfurt/Main.

Während eines Events können Veranstalter eine Social Wall einrichten, die live alle Beiträge mit Hashtag aus den sozialen Netzwerken anzeigt, sodass das gesamte Publikum auch die digitale Event-Kommunikation verfolgen kann. Veranstalter sollten darauf achten, dass sich eine Social Wall moderieren lässt, falls Beiträge erscheinen, die das Hashtag missbrauchen. Denn schafft es ein Event-Hashtag in die "Trending Topics", ist es fast unvermeidlich, dass es auch für Spam verwendet wird.

Events besser monitoren und analysieren

Mit Hilfe des Hashtags können Veranstalter die digitale Event-Kommunikation in Social Media mit verschiedenen Online-Tools monitoren und analysieren, um diese möglichst erfolgreich einzusetzen. Das Monitoring, sprich die aktive Suche nach Social-Media-Beiträgen mit dem Event-Hashtag, hilft zu erfahren, wie das Publikum in sozialen Netzwerken über das Event kommuniziert. So können Veranstalter auch auf Beiträge reagieren, die nicht direkt an die eigenen Social-Media-Profile gerichtet sind, und signalisieren, dass diese Beiträge gelesen und beantwortet werden. Das fördert ein positives Image und kann ein "Shitstorm" vermeiden, wenn das Publikum merkt, dass es auch bei Social Media einbezogen wird. Ebenso nützt das Monitoring, um den Content zu finden, den das Publikum zu einem Event in sozialen Netzwerken veröffentlicht, um diesen als Veranstalter zu teilen oder in eine Online-Dokumentation - zum Beispiel ein Live-Blog - zu übernehmen.