Moderne Lokunter modernen Dach, Bartlomiej Banaszak, Deutsche Bahn AG
Transport & Logistik, Transport, Zug
19 Nov 2015

„Mobilitätsbudget“ als Alternative zum Firmenwagen

Deutsche Bahn beginnt Dialog mit Wissenschaft und Wirtschaft zur Mobilität von morgen • Kooperation mit „School of Design Thinking“ • erste Dialog-Workshops mit Kunden und Partnern

Die Deutsche Bahn (DB) hat die Initiative „Mobilität 4.0“ gestartet. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft sollen neue Lösungen zur Mobilität der Zukunft entwickelt werden. Ein Fokusprojekt der Initiative ist ein „Mobilitätsbudget“: Ein monatliches oder jährliches Budget, das ein Angestellter eigenverantwortlich für seinen gesamten Mobilitätsbedarf – auch privat - nutzen kann. Damit genießt er auf allen Reisen maximale Flexibilität.

Zur Entwicklung eines Prototypen eines solchen Mobilitätsbudgets ist die Bahn eine Kooperation mit der „School of Design Thinking“ des Hasso-Plattner Instituts (HPI D-School) eingegangen. Design Thinking ist ein Ansatz, mit dem aus Nutzersicht Probleme gelöst und neue Ideen entwickelt werden können. In den kommenden Wochen werden multidisziplinäre Forscherteams Ideen und Vorschläge entwickeln, wie ein innovatives Mobilitätsbudget aussehen könnte.

„Wir sind überzeugt, dass uns dieser intelligente Ansatz einen komplett neuen Blick auf das Thema und zugleich neue Lösungsansätze bieten wird“, betont Karina Kaestner, Leiterin Vertrieb Geschäftskunden bei der DB Vertrieb GmbH. „Diese werden wir anschließend mit unseren bisherigen Erkenntnissen zum bestmöglichen Ergebnis verknüpfen.“

Dialog-Workshops mit Wirtschaft, Wissenschaft und Reisenden
Vorausgegangen waren eine Reihe von Dialog-Workshops mit hochkarätigen Teilnehmern aus Wirtschaft und Wissenschaft – darunter Coca-Cola, SAP und Merck. Auch deren Ziel war es, neue Ansätze für die „Mobilität der Zukunft“ zu erörtern.

„Das große Interesse an diesen Workshops und die hochinteressanten Ergebnisse haben uns darin bestärkt, die Diskussion weiterzuführen und voran zu treiben“, ergänzt Karina Kaestner. „Rahmenbedingungen und Anforderungen an geschäftliche Mobilität ändern sich rasant, die Verkehrsmittel werden zunehmend intermodaler genutzt. Die Herausforderung liegt in der intelligenten, individuellen Vernetzung. Eine besondere Rolle spielt dabei, dass für Unternehmen, aber auch für den Einzelnen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung immer wichtiger werden.“

Persönliche Firmenwagen werden zukünftig zunehmend an Bedeutung verlieren. Zu diesem Ergebnis kamen auch Mobilitätsexperten in einer DB-Studie im Jahr 2015. In den Workshops wurde deshalb eine Diskussion um nachhaltige und flexible Mobilitätskonzepte begonnen. Es sollte geprüft werden, inwieweit ein individuelles Mobilitätsbudget einen Firmenwagen ergänzen bzw. ersetzen kann, und welche Anforderungen Nutzer und Unternehmen an eine erfolgreiche Umsetzung haben. Hierzu wurden die unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen von Travel-Managern, CR-Verantwortlichen, Personalleitern oder Fuhrparkmanagern ebenso einbezogen wie die von Wissenschaftlern und Reisenden.

Hauptdiskussionsfelder waren die Abrechnung und Versteuerung, Nachhaltigkeit und ökologische Chancen sowie Themen der unternehmerischen Verantwortung oder der individuellen Nutzererwartung.

Intensiver Austausch mit dem „I-mobility budget“ Projekt in Belgien

Darüber hinaus steht die DB im Austausch mit dem Flanders Institute for Mobility in Belgien, das mit dem Projekt „Intelligent mobility budget“ bereits ein Mobilitätsbudget pilotiert hat.

Das Projekt, an dem insgesamt 25 Firmen mit 250 Testpersonen teilnehmen, zielt auf eine umweltfreundliche Ergänzung zum Firmenwagen, ohne ihn komplett ersetzen zu wollen. Die angepeilte Kosteneinsparung von 10 Prozent sowie eine Reduzierung der gefahrenen Kilometer um 20 Prozent als weiteres Projektziel hätten große Wirkung auf Verkehr und Umwelt in Belgien.

Erste Erkenntnisse zeigen, dass es eine der größten Herausforderungen ist, die unterschiedlichen Stakeholder in den Unternehmen zusammenzubringen.

„Durch die Workshops und die Erfahrungen aus dem ‚I-mobility budget‘ - Projekt haben wir eine erste Vorstellung gewonnen, wie ein Mobilitätsbudget erfolgreich umgesetzt werden könnte“, resümiert Kaestner. „Die Ergebnisse aus dem Design-Thinking-Prozess werden uns nun einen entscheidenden Schritt weiterbringen.“ Trotzdem befinde man sich noch am Anfang eines sehr komplexen Aufgabenfeldes. Der gestartete Co-Creation-Prozess mit Kunden und Partnern soll daher gezielt vorangetrieben werden.

Weitere Informationen sowie einen ersten Ergebnisbericht zum Mobilitätsbudget stellt die DB online zur Verfügung: www.bahn.de/mobilitaetsbudget

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