06 Aug 2018

Warum eine gute User Experience immer mit dem User beginnt

Neue Wege für ein etabliertes Event: Dresden Convention Bureau entwickelt Dresden Congress Award anhand Zielgruppenbedürfnissen weiter

Wie können wir eine etablierte Veranstaltung neu denken? Diese Frage stellte sich das Dresden Convention Bureau für den seit 2004 im Rahmen einer Gala verliehenen "Dresden Congress Award". Für das überarbeitete Konzept wurden - ganz im Sinne einer positiven User Experience - die Anforderungen der Teilnehmenden in den Mittelpunkt gestellt.

"Ausgehend von dem Ziel, eine alteingesessene Veranstaltung fit für die Zukunft zu machen, spielte das Bedürfnis nach mehr Interaktion und dem Erlebbarmachen von innovativen Formaten, das wir sehen, die entscheidende Rolle", erläutert Juliane Hilbig, Managerin Kongressmarketing in Dresden. Die Idee für ein neues Format fand sich dann quasi "in den eigenen Reihen": Für die 12. Auflage des "Oscars der Kongressbranche" im November wird die Weiterbildungsreihe "Fit4Congress", ursprünglich aufgesetzt für lokale Eventorganisatoren in Unternehmen und der Wissenschaft, als Pre-Conference an die Gala angedockt. Sie ist - genau wie der Award selbst - für Teilnehmer aus ganz Deutschland geöffnet.

Theorie erlebbar machen

Die "Fit4Congress“ Workshops werden seit 2013 mit zunehmendem Erfolg organisiert: „Unser letzter Workshop im März zum Thema neue Eventformate war stark überbucht. Uns wurde, erstens, klar, wie groß das Interesse an dem Weiterbildungsformat ist, und zweitens, dass Eventprofessionals neue Formate nicht nur vorgestellt, sondern auch sozusagen live und in Farbe erleben möchten“, so Hilbig. Mit dem eigenständigen „Fit4Congress“ Fachkongress vor der Award-Abendveranstaltung wird dies nun umgesetzt und dabei Lernen in doppeltem Sinne ermöglicht:

In drei Fachworkshops –„Workshop Corner“, „Tech Corner“ als Ausstellung zu neuen technischen Lösungen sowie „Expert Corner“-Intensivrunden mit Dresdner Leistungspartnern – wird Know-how einerseits interaktiv und partizipativ vermittelt. Gleichzeitig informieren in jedem Raum Bildschirme über die Eckdaten des jeweiligen Workshops, z. B. zur Bestuhlung oder den zur Umsetzung des Formats notwendigen Partnern. Sprich, ein How-To-Guide wird zur Verfügung gestellt: „Neben den eigentlichen Fachinhalten zu verschiedenen Themen wird über diese 'Metadaten' zu jedem Workshop auch direkt vermittelt, wie diese Live-Erfahrung umgesetzt werden kann.“

Networking ermöglichen & Erlebnisse schaffen

Die Kombination aus Weiterbildungsformat und Award-Verleihung eröffnet vor allem auch mehr Potential für Networking: „Die oft jüngeren Workshop-Teilnehmer können die Awards nutzen, um in lockerem Rahmen Kontakte mit Branchenprofis zu knüpfen, während die Gala so gleichzeitig verjüngt wird“, erklärt Hilbig. Bei den Awards wird die Idee der „Oscars der Kongressbranche“ noch stärker aufgegriffen, um Momente zu schaffen, die emotionalisieren und so – im Sinne der User Experience – im Gedächtnis bleiben. Dazu gehört ein roter Teppich genau wie neue Kategorien, von „Newcomer“ bis „Lebenswerk“, innerhalb derer die eingereichten Veranstaltungen bewertet werden. Und: statt klassischem Buffet wird nach der Preisverleihung ein „Marktplatz“ mit Food-Trucks eröffnet.

Am richtigen Ort

Neben den eigentlichen Inhalten und der ermöglichten Interaktion trägt auch der Veranstaltungsort zu einer positiven User Experience bei. Mit der BÖRSE DRESDEN, Teil der MESSE DRESDEN, wurde eine Location gewählt, die in ihrer Verbindung von historischen Strukturen mit einem modernen Anbau viel Anschauungsmaterial bietet: „Mit dem Marktplatzaufbau in einer modernen Umgebung können wir den Gästen z. B. zeigen, wie man einen Raum gestalten und ihm ein ganz anderes Gesicht geben kann – und so einen weiteren Mehrtwert bieten, was ausschlaggebend für eine positive User Experience ist.“

Mehr Informationen zum 12. Dresden Congress Award mit Pre-Conference "Fit4Congress" finden Sie hier.