Auf einen Espresso mit... Felix Rundel, Falling Walls Conference

17 Aug 2018

Auf einen Espresso mit… Matthias Schultze im Gespräch mit Felix Rundel zum Thema User Experience bei Veranstaltungen

Der Teilnehmer steht im Vordergrund! 

Matthias Schultze: Heute heiße ich auf einen Espresso herzlich Willkommen Felix Rundel.

Felix Rundel ist Leiter der Falling Walls Conference, die jährlich anlässlich des Mauerfalls in Berlin am 8. und 9. November stattfindet.

Felix, was genau ist denn die Falling Walls Conference, was sind die Hintergründe und Zielsetzungen?

Felix Rundel: Die Falling Walls Conference wurde 2009 ins Leben gerufen anlässlich des 20. Jahrestags des Mauerfalls in Berlin. Wir sind mittlerweile im 10. Jahr und stellen immer noch die gleiche Frage basierend auf dem Mauerfall: welche Mauern fallen als nächstes, in Wissenschaft und Gesellschaft?

Das versuchen wir zu befördern: Menschen aus aller Welt für Diskussion zu großen Themen, die uns heute beschäftigen, zusammen zu bringen. Inhaltlich geht das von Technologiethemen wie Nanomaterialien bis zu Robotik, aber auch über große Herausforderungen wie Klimawandel, Plastikverschmutzung in den Ozeanen oder Armutsbekämpfung.

Am Ende versuchen wir alles zusammen in einer Veranstaltung zu bündeln, die das Ziel hat Interaktion, Austausch und Kooperation zwischen den 800 Teilnehmern zu befördern. Wir setzen sehr auf Experiences, also das Erleben der Veranstaltung, es geht sehr viel emotional vor sich. Am Ende ist unser Ziel, dass die Teilnehmer möglichst stimuliert und inspiriert und mit möglichst vielen guten Ideen wieder nach Hause oder in ihre Arbeitswelt zurückkehren.

Matthias Schultze: In der Tat sind das große Fragen, die ihr dort zu beantworten habt und es ist gut, dass es dafür diese Veranstaltung gibt, um Impulse in Gesellschaft und Wissenschaft zu senden. Aber wie wird der einzelne Teilnehmer abgeholt, wie sieht die User Experience aus, um den Teilnehmer in diese Konferenz einzubinden?

Felix Rundel: Der Teilnehmer steht bei uns im Vordergrund, das heißt wir müssen unsere Teilnehmer sehr genau kennenlernen, seine Bedürfnisse, die Erwartungen und Wünsche, d. h. was frustriert ihn oder sie möglicherweise, was inspiriert ihn oder sie. Und dann versuchen wir mit viel Liebe zum Detail, auch mit sehr vielen Dingen, die man nicht technologisch lösen kann, sondern einfach durch Einfühlen, zu gestalten wie die Leute vom Anfang der Kommunikation der Veranstaltung über das Onboarding, die Registrierung, und dann die Veranstaltungsteile, die Gestaltung der Pausen hindurch möglichst positive stimulierende Erlebnisse haben, möglichst viel in Austausch miteinander treten können. Zufallsbegegnungen in der Kaffeeschlange als Netzwerkmöglichkeit, das Essenskonzept, das auf ein Thema eines Sprechers zugeschnitten ist… Überraschung und Inspiration ist das Schlagwort.

Es geht darum in Bewegung zu bleiben. Der Status Quo verändert sich die ganze Zeit, wir müssen jedes Jahr aufs Neue versuchen, relevant und attraktiv für die Teilnehmer zu bleiben.

Matthias Schultze: Vielen Dank Felix Rundel! Ich freue mich auf meine User Experience im Rahmen der Falling Walls Conference in Berlin.