© Leipziger Messe GmbH

Flexibel, transparent, modern – Kongresse setzen auf neue Formate

Fünf Jahre ist es her, dass das German Convention Bureau den LINC Leipzig Interventional Course in seiner Zukunftsstudie als Best-Practice-Beispiel für den Kongress von morgen vorstellte. Schon 2013 attestierten Branchenexperten dem LINC visionäre Ideen und der Blick ins Jahr 2018 zeigt: der Kongress hat seine zukunftsweisenden Formate perfektioniert. Auch die Deutsche Gesellschaft für Neurologie geht bei ihrem Kongress neue Wege.

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Als einer der wichtigsten Fachkongresse für minimal-invasive Gefäßmedizin begrüßte der LINC im Januar 4.900 Mediziner aus mehr als 75 Ländern, fast 1.000 mehr als 2013. Was den LINC auszeichnet, sind sowohl raumgestalterische als auch technische Ansätze mit Vorbild-Charakter. Die Heimat des LINC ist eine 20.000 Quadratmeter große Halle auf der Leipziger Messe. Anders als in einem Kongresszentrum gibt es keine starren Grenzen zwischen Vortragssälen, Networking-Arealen, Ausstellung, Postern und Cateringzonen. Die Gliederung schaffen Abhängungen und transparente Glaselemente, künstlerisch anmutende Elemente und ein Farbkonzept von der Beleuchtung bis zum Bodenbelag. Einzelne Bereiche werden optisch definiert, nicht aber separiert. Im Zusammenspiel mit einem anspruchsvollen Akustikkonzept entstehen Räume im Raum, deren Inneres einsehbar und frei zugänglich bleibt.

Für Besucher heißt das: Sie bewegen sich frei im Raum, gestalten ihr persönliches Tagungsprogramm via "Pick'n'Mix"-Prinzip, erleben Sessions sitzend oder stehend, in voller Länge oder im Vorbeigehen, stets mit der Gelegenheit zum Austausch. Zu den jüngeren LINC-Entwicklungen gehören Speaker's Corners für Präsentationen und Diskussionen inmitten des Tagungsgeschehens. Auch sie greifen die Idee des Marktplatzes auf, die die GCB-Studie beschrieben hat.

Der LINC überzeugte bereits 2013 mit hohem technischem Niveau. Kernelement ist die Live-Übertragung von Operationen in Kliniken überall auf der Welt. Das Publikum im Saal bekommt via Einblendung und App alle relevanten Daten und interagiert mit den Akteuren vor Ort. Seit 2018 geben Split Screens ihnen zugleich einen Einblick in die parallel laufende Session - und das alles in Kinoqualität.

Mit dem in Leipzig perfektionierten Konzept kommen die Kongress-Macher den Ärzten auf der ganzen Welt mittlerweile sogar entgegen: so wurden der LINC Asia-Pacific in Hongkong und der LINC Australia in Sydney ins Leben gerufen. 2017 gab es den ersten LINC in New York.

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Science Slam - Wissenschaft für alle

Medizinische Kongresse verstehen sich nicht nur als geschlossenes Zusammentreffen von Spezialisten. Mehr und mehr öffnet sich das Tagungsgeschehen der Öffentlichkeit, etwa in Form von Patiententagen. Auf Entertainment setzte die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) im September 2017 mit "Geistesblitze - der Science Slam über das Gehirn" in der KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig. Mit einer für Wissenschaft adaptierten Version des Poetry Slams begrüßte die DGN neben Fachleuten auch Nicht-Kongressteilnehmer. Komplexe Fakten wurden unterhaltsam und in jeweils zehn Minuten präsentiert. Den Sieger wählten die mehr als 700 Zuschauer per Applaus. "Das Format des Science Slams über das Gehirn, "Geistesblitze", dient dazu, die Neurowissenschaft und die neurologische Medizin auch für Laien verständlich und unterhaltsam darzustellen und bei Nachwuchskräften Begeisterung für die Erforschung dieses faszinierenden Organes zu wecken", erklärte DGN-Kongresspräsident Prof. Dr. med. Joseph Claßen, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Leipzig. Die DGN organisiert den Science Slam in Kooperation mit den Jungen Neurologen und dem Science Slam-Veranstalter LUUPS.

www.ccl-leipzig.de

www.kongresshalle.de