© GCB Linda Nuss

Inspirierend, anders, aus erster Hand: So bleiben Events im Gedächtnis der Generation Y

Wow oder doch eher nur lau? Die Frage, welchen Eindruck Sie mit Ihrem Event in den Köpfen der Teilnehmer hinterlassen wollen, erübrigt sich natürlich. Aber wie erreicht man diese bleibend guten Erinnerung? Jeder, der Veranstaltungen und Tagungen besucht, weiß: Welche Art von bleibendem Eindruck ein Event in den Köpfen der Teilnehmer hinterlässt, hängt vor allem davon ab, wie nachhaltig die dort gemachten Erfahrungen sind. Vor allem die Teilnehmergruppe, mit der sich die Veranstaltungsbranche in Zukunft intensiv auseinandersetzen muss - die Millennials bzw. Generation Y - haben ganz spezifische Erwartungen an Events. Sie gehen über passive "Stuhlhockerei" hinaus und lassen sich mit dem Akronym IAATE zusammenfassen: It's All About The Experience.

Wie können sich Veranstaltungsplaner nun auf diese erlebnisorientierte Erwartungshaltung einstellen, wie sie besonders bei der Generation Y (aber nicht nur dort!) zu beobachten ist? Führen Sie sich dazu Folgendes vor Augen: Es ist selten der Konferenzraum, der als Highlight am meisten in Erinnerung bleibt. Es ist vielmehr das inspirierende Gespräch mit einem besonders interessanten oder sachkundigen Menschen, den man bei einem Meeting getroffen hat. Es sind unerwartete Einblicke in die lokale Kultur am Veranstaltungsort oder ungewöhnliche Aktivitäten, die bleibende Erinnerungen hinterlassen. Darauf aufbauend können nachhaltige Erfahrungen sinnvoll in jede Art von Event integriert werden. Zum Beispiel so:

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So tickt die Generation Y & Konsequenzen für Veranstaltungsplaner

Generation Y

  • legt viel Wert auf Transparenz, Mitgestaltung und Erklärung und
  • zeichnet sich durch Kompetenzen wie Kreativität, Empathie und Problemlösungsorientiertheit aus.

Konsequenzen für Veranstaltungsplaner

  • Kongressgäste der Generation Y erwarten von Veranstaltungen, dass sie interagieren und am Veranstaltungsgeschehen partizipieren können. Sie wollen nicht im Plenum berieselt werden, sondern sich zum gemeinsamen Arbeiten treffen. Veranstaltungen werden vor allem für Networking und Austausch genutzt.
  • Auf mehrtägigen Veranstaltungen müssen außerhalb des Veranstaltungsprogramms verschiedene Fortbildungsseminare angeboten werden, damit sich die Gäste für ihre individuelle Selbstverwirklichung weiterbilden können, z. B. Seminare zur Selbstorganisation und kreative Workshops, etwa zur Zubereitung exotischer Lebensmittel, oder Exkursionen in die Umgebung des Veranstaltungsortes, um Kultur und Landschaft kennenzulernen.

Im Rahmen eines Educational Trip brachte das GCB letzten Sommer eine Gruppe von US-Tagungsplanern nach München und Köln. In der Auswertung der Reise wurde deutlich, dass die Teilnehmer sich am meisten von Aktivitäten angesprochen fühlten, die abseits der "Norm" und unerwartet waren. Diese hinterließen - auch lange nach der Reise - gute Erinnerungen. Eine Klettertour über das Dach des Olympiastadions war ein solches erfahrungsbasiertes Highlight. Die Gruppe hatten dabei die Gelegenheit, einmalige Blicke auf die Stadt und umliegende Alpenlandschaft zu genießen. Das Besondere an dieser Aktivität: Die Teilnehmer bewegten sich gemeinsam aus ihrer Komfortzone, denn ein wenig nervös wird bei solch einer Aktion natürlich fast jeder, und das gemeinsame Erlebnis sowie das gemeinschaftliche Annehmen und Bewältigen einer Herausforderung hatte im Endeffekt etwas positiv "Berauschendes". Was sich dann wiederum in entsprechenden Emotionen und Reaktionen ausdrückte, wie z. B. ein stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl innnerhalb der Gruppe, mehr Energie und Selbstvertrauen und das Teilen der Erfahrung auf Social Media Kanälen.

© GCB Linda Nuss
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Ein weiteres Beispiel für die "Dinge, die man normalerweise nicht macht"-Kategorie lieferte Köln im Rahmen dieses Trips. Die Organisatoren ermöglichten es den Teilnehmern hier, im Ausbildungszentrum des Europäischen Astronautenzentrums auf den Spuren von Astronauten zu wandeln - Astronautenmontur und Einblicke in das Modell der Internationalen Raumstation inklusive. Sowas macht man eben nicht jeden Tag. Wenn überhaupt.

Erfahrungen wie diese verdeutlichen, dass allein der Fokus auf die Informationen, die Teilnehmern im Rahmen der eigentlichen Konferenz oder Veranstaltung vermittelt werden, nicht mehr reicht. Wenn, wie für die Generation Y, die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit fließend ist, dann wird auch das professionelle Leben anders ausgestaltet. Das Erlebnis aus erster Hand, möglichst neu und ungewöhnlich, zählt. Das theoretische Know-how soll angereichert bzw. real werden. Und: Gerade Teilnehmer der Generation Y haben besonders viel Interesse daran, ihr Netzwerk auszubauen und sich mit anderen verbunden zu fühlen, während Dinge auf neue Art und Weise gelernt und bewältigt werden. IAATE - It's All About The Experience - ist daher unbedingt den Aufwand wert, denn Events werden so nachhaltig über Erlebnisse und die damit einhergehenden positiven Emotionen in den Köpfen der Teilnehmer verankert.