Pressemitteilung | 03.02.2026
Zwischen smarter Automatisierung und menschlicher Kernkompetenz
Innovationsverbund “Future Meeting Space” stellt neue Forschungsergebnisse vor
© GCB
Automatisierung und Anwendungen Künstlicher Intelligenz (KI) bieten angesichts des demografischen Wandels erhebliche Potenziale für eine Reihe von Jobfamilien und Kompetenzprofilen im Business-Events-Sektor. Kern-Faktoren wie Empathie, Kreativität und situatives Entscheidungsvermögen bleiben hingegen auch weiterhin genuin menschliche Stärken. Diese und weitere Erkenntnisse präsentierte der Innovationsverbund „Future Meeting Space“ am 3. Februar 2026 in einem Online-Event zum Abschluss der Forschungsphase 2025. Unterstützt wurde der vom GCB German Convention Bureau e.V. und dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO initiierte Forschungsverbund erneut von zahlreichen Forschungspartnern.
Wie verändern der demografische Wandel und digitale Technologien das Ökosystem von Business Events – insbesondere mit Blick auf Jobfamilien und Kompetenzprofile? Wie sehen diesbezüglich smarte Lösungen für die Zukunft aus? An diesen Fragen setzte der Innovationsverbund Future Meeting Space in seiner jüngst abgeschlossenen Forschungsphase an. „Der Fachkräftebedarf auf der einen und die Potenziale von Automatisierung und Digitalisierung auf der anderen Seite bilden eines der relevantesten Spannungsfelder unserer Arbeitswelt“, sagt Matthias Schultze, Managing Director des GCB. „Ebenso vielfältig wie Business Events selbst sind jedoch auch die Bedürfnisse der Menschen und Organisationen in ihrem Ökosystem. Die neuen FMS-Ergebnisse bieten deshalb differenzierte, praxisnahe Handlungsempfehlungen für alle Stakeholder am Tagungs- und Kongressstandort Deutschland.“
Neue Jobfamilien und Kompetenzprofile – Weiterbildung entscheidend
Die Studienresultate verdeutlichen die starke Veränderung von Rollenprofilen: Ausführende, operative Tätigkeiten werden zunehmend automatisiert und standardisiert, während Aufgaben wie Monitoring, Koordination, Ausnahmehandling und die Steuerung digitaler Systeme an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig rücken menschliche Stärken in wissens- und konzeptionsintensiven Tätigkeiten und Faktoren wie Empathie, Kommunikation, Kreativität oder situatives Entscheidungsvermögen stärker in den Vordergrund – hier wirken KI-Lösungen bestenfalls ergänzend. KI‑ und Datenkompetenzen entwickeln sich zu grundlegenden Qualifikationen für nahezu alle Jobfamilien, zugleich entstehen auch neue Anforderungen an technologieorientierte Rollen wie Softwareentwicklung, IT-Systemmanagement sowie Datenanalyse und Business Intelligence.
„Die Ergebnisse unserer Forschung zeigen, wie Organisationen durch Job Redesign, smarte Automatisierung und nachhaltige Prozessgestaltung den Fachkräftemangel strategisch adressieren können“, so Dr. Stefan Rief, Leiter des Forschungsbereichs Organisationsentwicklung und Arbeitsgestaltung am Fraunhofer IAO. „Herausragende Bedeutung kommt hierbei der gezielten Weiterbildung zu, um neue Schlüsselkompetenzen entwickeln und sich in einer dynamischen Arbeitswelt erfolgreich positionieren zu können.“
Die Forschungsergebnisse basieren auf einem mehrstufigen, iterativen Prozess – unter anderem mit Workshops mit interdisziplinären Expert*innen, einer quantitativen Online-Befragung sowie der Ableitung und Bewertung von 40 Use Cases und acht Zukunftsperspektiven. Inhaltlich-strategischer Ausgangspunkt der Forschungsphase waren die beiden Megatrends „Automatisierung“ und „demografischer Wandel“, die auch das Ökosystem von Business Events maßgeblich prägen. Die vollständige Studie mit allen Ergebnissen wird in Kürze unter www.future-meeting-space.de zum Download zur Verfügung stehen. Auch die Online-Präsentation – gefilmt im FMS-Studio und On Location in den Räumen des Fraunhofer IAO in Stuttgart – kann dort on demand abgerufen werden.
Forschungsstart des neuen „rcfms“
Mit dem Ende der jüngsten FMS-Forschungsphase ist zugleich der Start des neuen „Research Centre for Future Meeting Studies“ (rcfms) verbunden. Als Weiterentwicklung von FMS verfolgt das rcfms mit einem erweiterten internationalen Fokus, neuer Struktur und breiteren Beteiligungsmöglichkeiten für Partner ein zentrales Ziel: Business Events als Kommunikationsmittel in Organisationen evidenzbasiert weiterzuentwickeln und alle Stakeholder entlang der Leistungskette zu unterstützen. Im Fokus steht dabei die nachhaltige, inklusive und nutzerzentrierte Gestaltung von Veranstaltungen. Der erste Themenschwerpunkt 2026 lautet: „Ecosystem DNA: Die Zukunft der Auswahl von Destinationen, Locations & Dienstleistern“. Unter anderem untersucht das Centre dabei die Entstehung objektiver Kriterienmodelle für Transparenz, messbare Attraktivität und harmonisierte Auswahlprozesse.
Über Future Meeting Space
Der Innovationsverbund »Future Meeting Space« wurde 2015 durch das GCB German Convention Bureau e.V. und das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO gegründet.
Zentrales Ziel der Initiative ist es, die Rolle von Business Events als Innovationsmotor und wesentliches Instrument der Unternehmenskommunikation zu stärken. Im Sinne der Trendforschung antizipiert Future Meeting Space relevante Entwicklungen im Ökosystem von Veranstaltungen und leitet daraus konzeptionelle, technologische und räumliche Anforderungen ab. Der Innovationsverbund erarbeitet themenspezifisch differenzierte Handlungsempfehlungen für unterschiedliche Stakeholder-Gruppen und spiegelt diese regelmäßig im Real-Labor mit der Praxis.
Als einer der weltweit führenden Standorte für Meetings, Tagungen und Kongresse steht Deutschland für Innovationskraft, Nachhaltigkeit und umfassende Expertise in Schlüsselbranchen von Wirtschaft und Wissenschaft. Vor diesem Hintergrund wirken die Initiatoren GCB und Fraunhofer IAO gemeinsam mit ihren vielfältigen Forschungspartnern im Rahmen von Future Meeting Space als Katalysatoren für die Zukunft von Business Events „made in Germany“.
Partner des Forschungsschwerpunktes 2025, der sich dem Thema „Demografischer Wandel trifft KI und Automatisierung: Anforderungen an und smarte Lösungen für das Ökosystem Business Events“ widmete, sind Bildungscampus Heilbronn, Business Events Luxemburg, Cvent Inc, Deutsches Zentrum für Luft- & Raumfahrt e.V., EVVC Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e. V., Handelsblatt Media Group, H World International, Köln Tourismus GmbH, Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg, SevenCenters of Germany und Siemens AG. Strategic Industry Partner ist ICCA.
Über das GCB German Convention Bureau e.V.
Aufgabe des GCB German Convention Bureau e.V. ist es, die Positionierung Deutschlands als eine weltweit führende und nachhaltige Kongress- und Tagungsdestination zu sichern und weiter auszubauen. Als Impulsgeber für Innovationsthemen in der Tagungs- und Kongressbranche bietet das GCB seinen Mitgliedern hochwertige Marktforschungsdaten. Durch die Entwicklung von zielgruppenspezifischen Marketingaktivitäten ist das GCB in den internationalen Märkten sowie national präsent und fördert die Mitglieder und Partner bei der Vermarktung ihres Angebotes.
Über 160 Mitglieder, die mehr als 450 Betriebe repräsentieren, zählen zu den führenden Hotels, Kongresszentren, Locations, städtischen Marketingorganisationen, Veranstaltungsagenturen sowie Anbietern digitaler Services aus der deutschen Tagungs- und Kongressbranche. Als Strategische Partner unterstützen die Deutsche Lufthansa, die Deutsche Bahn und die DZT Deutsche Zentrale für Tourismus die Arbeit des GCB. Strategischer Messe-Partner ist die IMEX Group. "Premium Partner 2026" ist H World International. Das darmstadtium, das Frankfurt Airport Marriott Hotel - Sheraton Frankfurt Airport Hotel & Conference Center, die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein und die Thüringer Tourismus GmbH unterstützen das GCB als "Partner im Fokus 2026".
Informationen zum Tagungsland Deutschland unter www.gcb.de
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Dr. Martina Neunecker
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