06 August 2019

Made in Germany: Wo Nachhaltigkeit von Experten betrieben wird

Innovatives Ökosystem für branchengerechte Veranstaltungen im Umwelt- und Energiesektor

Nachhaltigkeit ist inzwischen ein Begriff, der aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken ist. Öffentlichkeitswirksame Bewegungen, wie Fridays for Future oder Extinction Rebellion, nehmen kein Blatt vor den Mund, wenn es um die Zukunft unseres Planeten geht und geben dem Thema aktuell einen besonderen Dringlichkeitsschub. In Deutschland sind die Aspekte Energie und Umwelt schon seit vielen Jahrzehnten in Politik und Gesellschaft ganz oben auf der Agenda – und die heimische Veranstaltungsbranche komplementiert die Expertise des Landes in diesem Bereich auf hohem Niveau und mit wegweisenden Nachhaltigkeitsinitiativen.

Deutschland als Pionier im Bereich Nachhaltigkeit

Es ist kein Zufall, dass Nachhaltigkeitsexpertise „made in Germany“ weltweit gefragt ist. So wurde beispielsweise das bereits im Jahr 2000 in Kraft getretene Erneuerbare-Energien-Gesetz von fast 50 Staaten als Vorbild für eigene Förderinstrumente genutzt, und deutsche Greentech-Produkte leisten als Motor für Wachstum und Beschäftigung einen hohen und immer wichtiger werdenden Beitrag zur Welthandelsposition. Auch Deutschlands Nachhaltigkeitsziele liegen über dem Durchschnitt und die Bundesregierung strebt an, bis 2050 mindestens 80 Prozent des Stromverbrauchs sowie mindestens 60 Prozent des gesamten Energieverbrauchs durch erneuerbare Energien abzudecken.

Destinationen und Anbieter mit dem Nachhaltigskeitsfaktor

Für die deutsche Event Community – Destinationen wie Locations – ist Nachhaltigkeit schon seit Jahren ein Kernthema und Veranstaltungsplaner finden hier erfahrene Sparringspartner und Branchenprofis mit innovativen Ideen. Laut der aktuellen Meeting- & EventBarometer-Ausgabe für 2018/2019 arbeiten beispielweise inzwischen knapp über 40 Prozent deutscher Veranstaltungstätten mit einem Sustainability Management System und richtungsweisende lokale Initiativen, wie die neue „Sustainable Meetings Berlin“ Initiative und Plattform, arbeiten mit kundenfokussierten und praxisorientierten Tools. So bietet ein Online-Planungstool direkt Zugriff auf entspechend zertifizierte nachhaltige Berliner Anbieter und Dienstleister aus den Bereichen Hotellerie, Locations, Catering und Technik.

Ökosysteme für Umweltinnovationen

Die deutsche Hauptstadt geht schon seit Jahren konsequent einen nachhaltigen Weg und ist regelmäßig Gastgeber für internationale Veranstaltungen aus den Bereichen Energie, Umwelt und grüne Technologien, wie z. B. die internationale Our Climate – Our Future 2019 Konferenz oder die jährlichen Berliner Energietage. Ein interessanter Standort für Unternehmen und Organisationen aus dem Bereich Energieversorgung und Ressourcennutzung ist Dresden: „Cool Silicon“ bringt hier über 60 Unternehmen und drei technische Hochschulen und Forschungsinstitute zusammen, die in diesem Innovationscluster Elektronik entwickeln, die deutlich weniger Energie verbraucht als die konventionell eingesetzte. Veranstaltungsplaner finden hier aktuellstes Fachwissen, interessante Redner und spannendes Material für Rahmenprogramme.

Ähnliche Ökosysteme, die Fachwissen und unternehmerische Ideen zu Umwelt und Energie zusammenbringen, sind über ganz Deutschland verteilt und ermöglichen maßgeschneiderte Programme für unterschiedliche Schwerpunkte. Alle zwei Jahre trifft sich in Bremen beispielsweise die internationale Windenergiekonferenz DEWEK, die größte internationale Fachverstanstaltung für Solartechnik kommt jährlich nach München und am UN-Standort Bonn finden immer wieder Nachhaltigkeitskonferenzen statt.

Nachhaltig aufgestellte Veranstaltungsbranche

Übrigens, auch das Ökosystem innerhalb der gesamtdeutschen Veranstaltungsbranche ist für Umweltthemen ideal positioniert – mit zielgerichteten Initativen, die Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil des Geschäfts verankern. Dazu gehört der bereits 2012 vom GCB German Convention Bureau gemeinsam mit dem Europäischen Verband der Veranstaltungs-Centren ins Leben gerufene „fairpflichtet“ Nachhaltigkeitskodex, zu dem sich bisher 240 Unternehmen, die insgesamt mehr als 600 Betriebe repräsentieren, verpflichtet haben. Im selben Jahr startete das GCB auch mit Nachhaltigkeitsberater-Seminaren, die wesentlich dazu beitragen, professionelle Standards zu etablieren und über ein ständig wachsendes Netzwerk von Teilnehmern das Thema in der Branche zu etablieren – damit Nachhaltigkeit bei der Veranstaltungsorganisation nie nur ein Nachgedanke ist.