17.10.2014

1. Weltkongress zur „Knowledge Economy“

DZT präsentiert Deutschland als nachhaltiges Reiseland

Auf dem 1. Weltkongress zur „Knowledge Economy“ präsentierte die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) vom 21. bis 23. September 2014 im chinesischen Tsingtao aktuelle Ergebnisse bei der Entwicklung von Nachhaltigkeitsaspekten für das Reiseland Deutschland.

Mehr als 1000 Wissenschaftler, Experten und Vertreter von Unternehmen und Organisationen aus aller Welt diskutierten in verschiedenen Foren der unter dem Subtitel „Forcierung nachhaltiger Ökonomie“ stehenden interdisziplinären Veranstaltung neueste Erkenntnisse und Projekte zur verstärkten Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Projekte weltweit.

Im Forum für Tourismus stellte der Innovationsmanager der DZT Olaf Schlieper vorbildliche nachhaltige Angebote, Projekte und Dienstleistungen im Reiseland Deutschland vor. Die Präsentation stieß auf großes Interesse; zahlreiche Kongressteilnehmer bestätigten in Diskussionsbeiträgen und Einzelgesprächen das heute bereits ausgezeichnete Image Deutschlands im Bereich Nachhaltigkeit.

„Deutschland gehört zu den weltweit führenden Nationen im Segment Nachhaltigkeit und ist auch als Reisedestination in diesem Bereich vorbildlich aufgestellt“, erklärt Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT. „Vor allem in den ländlichen Regionen – auf diese entfallen 22 Prozent des Deutschland-Incomings – sind Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit beim touristischen Angebot bereits stark verankert. Die Positionierung des Reiselands Deutschland als nachhaltige Destination gehört auch international zu den absoluten Kernthemen unserer Markenstrategie.“

Die Nachhaltigkeitsinitiative der DZT umfasst drei Aktionsfelder: Das erste fokussiert die Verankerung der Facette Nachhaltigkeit im Markenkern des Reiselands Deutschland mit einer internationalen Kommunikationsstrategie. Das zweite ist die interne Nachhaltigkeitsinitiative. Als touristische Marketingorganisation für das Reiseland Deutschland geht die DZT in Fragen der Nachhaltigkeit mit gutem Beispiel voran. Als dritten Punkt beinhaltet die Strategie die Entwicklung weiterer nachhaltiger touristischer Produkte mit den beteiligten Partnern.
 
www.germany.travel/presse

15.10.2014

LEIPZIG - NACHHALTIGKEIT IM CLUSTER AUTOMOBIL- UND ZULIEFERINDUSTRIE

 ©Dirk Brzoska
©Dirk Brzoska
Unter dem Titel „Transport for a changing world“ diskutierten im Mai 2014 Verkehrsminister und Wissenschaftler aus aller Welt mit Verbandsvertretern und Geschäftsführern bedeutender Transportunternehmen. Rund 1.150 Teilnehmer aus über 80 Ländern trafen sich zum „International Transport Forum“ im CCL Congress Center Leipzig. Diese Tagung findet seit vielen Jahren in Leipzig statt.

Die Automobil- und Zulieferindustrie ist in Leipzig eine wichtige Branchenkompetenz und wird vor allem durch Porsche und BMW repräsentiert.

Das BMW Werk Leipzig ist mit dem renommierten "Lean & Green Management Award 2014" ausgezeichnet worden. Der Preis wird jährlich in sechs Kategorien vergeben, das BMW Werk Leipzig ging als Sieger in der Kategorie "Automotive OEM" hervor.

Damit wird unter anderem das außergewöhnlich hohe und glaubwürdige Engagement der Führungsebene und der Mitarbeiter in Bezug auf Nachhaltigkeit gewürdigt. Ein ebenso wichtiger Grund ist die ressourcenschonende Produktion der E-Fahrzeuge i3 und i8 schon während der Entwicklungsphase. Resultat ist eine völlig neue Art der Automobilfertigung. Zum ganzheitlichen Konzept, das auf eine konsequent nachhaltige Wertschöpfungskette setzt, gehören vier Windräder für die Stromversorgung, die auf dem Werksgelände im vergangenen Jahr errichtet wurden. Sie erzeugen jährlich 26 GWh Strom und damit mehr als die E-Auto-Produktion benötigt. Dadurch ist die Versorgung mit eigener, regenerativer Energie möglich, um den CO2-Fußabdruck des BMW i3 so klein wie möglich zu halten. Seit 2005 produziert BMW mit eigenem Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei und Montage in Leipzig und beschäftigt rund 4.000 Mitarbeiter. Gäste können bei geführten Rundgängen die Fahrzeugproduktion kennenlernen – beim Zusammenschweißen der Karosserien, bei der Lackierung und der Montage dabei sein.

 ©Joerg Lange
©Joerg Lange
Die Porsche Leipzig GmbH produziert seit 2002 in Leipzig. Im Februar 2014 wurde für die Produktion des Modells Macan ein neuer Bereich als Vollwerk eingeweiht. 50.000 Exemplare des Luxus-SUVs sollen in diesem Jahr vom Band laufen. Auch der Panamera wird künftig komplett in Leipzig hergestellt.
Aus den zuvor 900 Stammmitarbeitern sind im Laufe der vergangenen zwei Jahre rund 2.500 geworden – eine Entwicklung, die sich positiv auf den Arbeitsmarkt der Stadt auswirkt. Da auch Zulieferer und Dienstleister an den Standort gezogen sind, entstanden in der Region schätzungsweise 5.000 bis 6.000 Arbeitsplätze.

Auch für die Porsche Leipzig GmbH ist Umweltschutz ein zentrales Thema. Die Reduktion der jährlichen CO2-Emission dank innovativer Technologien gehört ebenso dazu wie der Einsatz von LED-Lampen im Außenbereich der Fabrik, der rund 927 t CO2 pro Jahr einspart. Auf einem weitgehend naturbelassenen Gelände, auf dem 30 Wildpferde und 70 Auerochsen in unmittelbarer Nähe zum Werk leben, wird eine Fläche von rund 74.000 m2 begrünt und mit 1.100 neuen Bäume bepflanzt.

Die Energieeffizienz des Karosseriebaus wird durch eine auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage optimiert, die pro Jahr bis zu 800.000 kWh Strom erzeugen soll. Bereits heute senkt eine innovative Kühlung der Roboter-Schweißzangen den jährlichen Stromverbrauch im Karosseriebau um mehr als 365.000 kWh. Wegweisend ist auch die Lackiererei, da Porsche die Abwärme eines benachbarten Biomassekraftwerkes nutzt. Dadurch sind 80 % des Wärmebedarfs der Lackiererei CO2-neutral gedeckt und es fallen mehr als 8.000 t weniger pro Jahr an.

Im Porsche Werk Leipzig gibt es außerdem mehrere Besprechungsräume und einen großen Tagungsbereich. Sie befinden sich im Porsche-Kundenzentrum, dessen Form von Weitem an einen Diamanten erinnert: Das rundherum verglaste „Große Auditorium“ mit Bühne ist mehr als 1.300 Quadratmeter groß. Die umgebende Galerie dient als Ausstellungsfläche für historische Porsche-Modelle.
Im Rahmen von Firmenevents und Incentives kann die Produktion beichtigt werden. Auf der Off-Road- und der On-Road-Rennstrecke werden Erlebnisprogramme wie „Porsche Leipzig Co-Pilot“ oder „Porsche Leipzig Pilot“ zum spektakulären Höhepunkt eines Besuches.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.leipzig.travel/kongresse

13.10.2014

HSMA MICE Day 2014: Der Fachkongress für die Tagungshotellerie

am 10. November 2014 in Köln

HSMA Mice Day 2014
HSMA Mice Day 2014
Am 10. November 2014 veranstaltet die Hospitality Sales & Marketing Association Deutschland e.V. den HSMA MICE Day im MARITIM Hotel in Köln. Der Fachkongress richtet sich an alle Fach- und Führungskräfte aus der Tagungshotellerie. Die Tagesveranstaltung bietet den Teilnehmern komprimiertes Wissen aus erster Hand über aktuelle Chancen und Herausforderungen im MICE (Meetings, Incentives, Conventions & Events) Markt.

Neben Raum für Networking und direkten Erfahrungsaustausch unter Kollegen erwarten die Teilnehmer unter anderen folgende Schwerpunktthemen:

• Aktuelle Markt- und Kennzahlen aus dem deutschen Tagungsmarkt.
• Hart geführte Diskussionen und Raum für Fragen aus dem Publikum zu MICE Vertriebsstrategien, Messen, Compliance und Herausforderungen im Agenturgeschäft.
• MICE Revenue Management - Umsatzoptimierung und strategische Preisstrategien für den Tagungsbereich.
• Generation Y - welche Erwartungen stellt diese Kundengeneration an ein Meetingprodukt? Mit welchen Produkteigenschaften ist diese Zielgruppe zu überzeugen?
• Die immer stärker werdende Verlagerung von offline zu online Ein- und Verkauf von Tagungsleistungen und die daraus resultierenden Konsequenzen für die Hotellerie.

Die Teilnahmegebühr beträgt 379,00 € zzgl. MwSt., HSMA Mitglieder können die Sonderrate von 279,00 € MwSt. in Anspruch nehmen.

Auch dieses Mal bietet die HSMA für Studenten, Hotelfachschüler und Auszubildende die vergünstigte „Studenten Rate“ an. Die ersten 30 Studententickets werden von den Sponsoren teilgesponsert und sind deshalb für bereits 59,00 € zzgl. MwSt. zu haben.

Für alle Nicht - HSMA Mitglieder ist die „Neumitglieder Special Rate“ von nur 129,00 zzgl. MwSt. ein möglicher Anreiz Mitglied zu werden.

www.hsma.de/events/hsma-days/mice-day/

10.10.2014

2,3 Mio. Übernachtungen in Hamburg entfallen auf den MICE-Bereich

Hamburg Messe und Congress GmbH © www.mediaserver.hamburg.de/
Hamburg Messe und Congress GmbH © www.mediaserver.hamburg.de/
Rund ein Fünftel aller Übernachtungen des Hamburger Tourismusaufkommens im Jahre 2013 sind durch Meetings, Incentives, Conventions und Events (MICE) induziert. Aus einer Studie des Hamburg Convention Bureau (HCB) geht hervor, dass insgesamt 9,5 Mio. Aufenthaltstage (Übernachtungsgäste und Tagesgeschäftsreisende) aus dem MICE-Bereich 736,1 Mio. Euro Gesamtbruttoumsätze erwirtschaften.

Im internationalen Wettbewerb der Metropolen ist die Meetings Industry ein wesentlicher Erfolgsfaktor, und auch für den Kongress- und Tagungsstandort Hamburg gewinnt dieses Thema zunehmend an Bedeutung. Um die Potentiale des Wirtschaftszweiges Meetings, Incentives, Conventions und Events auszuschöpfen, bedarf es detaillierter Kenntnisse des Marktes. Belastbare Daten zur Struktur im Bereich MICE des Standorts Hamburg lagen bisher jedoch nicht umfänglich vor. Das HCB hat aus diesem Grund für 2014 die „Kongress- und Tagungsmarktstudie Hamburg“ in Auftrag gegeben, die erstmals Aufschluss über die Strukturen des Marktes gibt sowie die aus diesem Wirtschaftszweig fließende Wertschöpfung für den Standort Hamburg in belastbaren Zahlen darstellt.

Als ein zentrales Ergebnis zeigt die Studie der dwif Consulting, dass gut 2,3 Mio. Übernachtungen in Hamburg MICE-induziert sind. Dies entspricht einem Fünftel (21%) der touristischen Gesamtübernachtungen in Hamburg. Ein Fünftel (22%) dieser MICE-induzierten Übernachtungen werden von Teilnehmern aus dem Ausland generiert.

Die Übernachtungsreisenden aus dem MICE-Bereich (2,3 Mio. Übernachtungen) generieren 541,7 Mio. € der Bruttoumsätze aus dem Tagungs-, Kongress-, Schulungs- und Seminartourismus. Dies entspricht in etwa drei viertel der Gesamtbruttoumsätze für Hamburg aus dieser Branche. Hinzu kommen 7,2 Mio. Tagesgeschäftsreisende aus dem MICE-Segment, die mit 194,4 Mio. € Bruttoumsätzen zur wirtschaftlichen Wertschöpfung Hamburgs beitragen. Insgesamt erwirtschaftet der MICE-Bereich für Hamburg einen Gesamtbruttoumsatz von 736,1 Mio. €.

Die stärksten internationalen MICE-Quellmärkte sind Großbritannien (24%), Skandinavien (19%), USA (10%) und die Schweiz (10%). In dem englischen, dem skandinavischen sowie dem Schweizer Markt ist das HCB bereits sehr aktiv, was sich durch die Zahlen bestätigt. Auch der Anteil von rund 10 Prozent aus den USA ist ein sehr positiver Wert. Weiterhin zeigt die Studie, welche die stärksten Wirtschaftsbranchen der Veranstaltungen sind. Die TOP-Branchen der in Hamburg stattfindenden Businessveranstaltungen sind Finanzdienstleistungen, Medizin & Medizintechnik, IT & Kommunikation, Chemie & Pharmazie, Medien & Verlage sowie Logistik & Transport.

Der überwiegende Teil an Veranstaltungen im MICE-Bereich entfällt auf den Größenbereich unter 100 Personen. Hierbei handelt es sich vorwiegend um Veranstaltungen aus dem Bereich Seminare, Workshops, Tagungen und Kongresse.

Thorsten Kausch, Geschäftsführer des Hamburg Convention Bureaus und der Hamburg Marketing GmbH sagt zu der Studie: „Die Ergebnissen der Tagungs- und Kongressmarktstudie belegen, welche wirtschaftliche Relevanz Businessveranstaltungen für Hamburg haben. Die Wertschöpfung durch Geschäftsreisende, die in Hamburg übernachten, ist mit 236 € pro Tag signifikant. Deshalb wird das HCB noch gezielter darauf hinarbeiten, mehrtägige Kongresse und Tagungen für Hamburg zu generieren, um so den Standort – und damit auch die profitierenden Segmente wie Kultur und Freizeit oder den Einzelhandel – durch die MICE-Branche zu stärken. Wir konzentrieren uns in diesem Zuge auf die Arbeit in den Clusterbranchen, um die Strahlkraft des Standortes Hamburg durch B2B-Veranstaltungen noch weiter zu verstärken.“

Im Rahmen der „Kongress- und Tagungsmarktstudie Hamburg“ wurden von März bis Juli 2014 sowohl quantitative Befragungen als auch vertiefende Experteninterviews in Deutschland und Europa durchgeführt. Im Mittelpunkt der ersten Studienphase stand eine Online-Erhebung, die unter Mitwirkung zahlreicher Hamburger Hotels, Locations sowie Agenturen aus den Quellmärkten umgesetzt wurde. Im nächsten Schritt wurden zur Berechnung der wirtschaftlichen Effekte Veranstaltungsgäste vor Ort zu ihren getätigten Ausgaben während eines Tagungs- oder Kongressbesuchs befragt.

www.hamburg-convention.com

07.10.2014

Die neuen Rhein-Main-Hallen setzen Zeichen

Wiesbadener Kongress- und Veranstaltungszentrum erhält DGNB Vorzertifikat in Gold

 ©EP Rhein-Main-Hallen
©EP Rhein-Main-Hallen
Bereits heute, drei Jahre vor der Eröffnung der neuen Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden, wurde das Projekt mit dem DGNB Vorzertifikat in Gold der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen DGNB ausgezeichnet. In München, auf der 17. Internationalen Fachmesse EXPO Real, nahm Wiesbadens Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel das Zertifikat entgegen. Bendel ist überzeugt: „Die neuen Rhein-Main-Hallen setzen Trends. Wir wollen die Zukunft bewegen. Daher haben wir nicht den einfachsten, sondern den besten Weg eingeschlagen; die Investition in den DGNB Gold-Standard zahlt sich aber am Ende aus.“ Die Übergabe des Zertifikats erfolgte durch Johannes Kreißig, stellv. geschäftsführender Vorstand der DGNB. Überdurchschnittlich habe das Wiesbadener Veranstaltungshaus, so Kreißig, sämtliche Bewertungskriterien in der Objektbewertung erfüllt. „Wir haben das Ziel erreicht, eines der nachhaltigsten Kongresszentren weltweit zu haben und übernehmen eine besondere Vorbildfunktion in Bezug auf ökologische Bauweise und Betrieb“, betont Martin Michel, Geschäftsführer der Wiesbaden Marketing GmbH.

Mit dem DGNB Vorzertifikat in Gold setzt die hessische Landeshauptstadt als Kongressstandort Zeichen. Die Konformitätsprüfung für den Neubau der Rhein-Main-Hallen wurde erfolgreich mit einem Gesamterfüllungsgrad von 84,4 Prozent abgeschlossen. Ein Prüfergebnis, das den zuständigen Bauprojektleiter Henning Wossidlo zuversichtlich stimmt: „Das Gebäude wird Maßstäbe setzen, da es die neuesten Umweltleitlinien erfüllt und durch höchste Energieeffizienz besticht.“ Ein Aspekt, der nicht nur für Nutzer und Veranstalter relevant ist. Da das Wiesbadener Kongressgebäude als kommunales Investitionsprojekt im Fokus der Öffentlichkeit steht, werden durch das DGNB Vorzertifikat auch seine ökologische und sozialverträgliche Bauweise und sein nachhaltiger Betrieb unter Beweis gestellt.

 ©EP Rhein-Main-Hallen
©EP Rhein-Main-Hallen
Rhein-Main-Hallen: höchste Energieeffizienz, hoher Tageslichtanteil

Wie die Entwurfsplanung zeigt, erfüllt der Neubau der Rhein-Main-Hallen alle Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) und wird damit überaus energiesparend sein. So ist unter anderem bei der Heizungs- und Kältetechnik ein innovatives Abwasserwärmerückgewinnungssystem in Verbindung mit einer Wärmepumpenanlage vorgesehen. Auch in anderen Punkten trägt das neue Kongress- und Veranstaltungszentrum mitten im Herzen Wiesbadens den ökologischen Aspekten Rechnung: u. a. mit wassersparenden Armaturen, mit der Verwendung von Materialien mit PEFC- oder FSC-Zertifikat oder von Baustoffen wie Naturstein und Holzverkleidungen gemäß den Zertifizierungsvorgaben. Neben dem Einsatz energetisch optimierter Fenster- und Fassadenflächen spielt ein hoher Tageslichtanteil eine entscheidende Rolle. „Die Halle 1 weist ein sehr gutes Maß an Tageslichtversorgung in den Räumen auf“, führt der Frankfurter Architekt Ferdinand Heide aus. Aus seinem Büro hat der Architekt Norman Berndt die DGNB-Zertifizierung betreut und dabei mit dem Planungsteam einen hohen Stellenwert der Verbesserung des baulichen Schall- und Lärmschutzes sowie der Raumakustik beigemessen. Schallabsorbierende Decken, die Wandverkleidungen und die Auswahl von Bauteilen zwischen den einzelnen Nutzungsbereichen tragen zum Schallschutz und zu optimaler Raumakustik bei.

DGNB in Gold: Vorteile für Anbieter und Veranstalter

„Uns geht es bei dem Zertifikat nicht um ein gutes Papier, sondern um gute Gebäude“, sagt Dr. Werner Sobek, Mitbegründer und von 2008 bis 2010 Präsident der DGNB. Er sieht den Mehrwert der Zertifizierung für Anbieter und Nutzer in niedrigeren Betriebs- und Unterhaltskosten, der höheren Werthaltigkeit und dem Nutzerkomfort sowie den höheren technischen und funktionalen Qualitäten. Dass auch auf Kunden- und Nachfrageseite ein reges Interesse an der Zusammenarbeit mit nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen besteht, zeigen aktuelle Studien der Branche. Dabei besticht das DGNB System mit seiner ganzheitlichen Gebäudebetrachtung, bei der rund 50 Kriterien in sechs Themenfeldern untersucht werden. Das ist weltweit einmalig. „In Deutschland haben wir ein auf wissenschaftlich abgesichertem Boden stehendes, von Praktikern mitgeprägtes Zertifizierungssystem geschaffen“, schildert Dr. Werner Sobek die Entwicklung des Zertifizierungssystems, das in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung entstanden ist.

 

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen:

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen DGNB wurde 2007 in Stuttgart gegründet. Zur Förderung nachhaltigen Bauens hat die Non-Profit-Organisation ein Zertifizierungssystem zur Bewertung besonders umweltfreundlicher, ressourcensparender, wirtschaftlich effizienter und für den Nutzerkomfort optimierter Gebäude und Quartiere entwickelt – das DGNB Zertifikat. Die DGNB zählt rund 1.200 Mitglieder aus allen Bereichen der Bau- und Immobilienwirtschaft in Deutschland. Ein Netzwerk aus Partnerorganisationen in vielen Ländern sorgt für die internationale Adaptation und Anwendung des Zertifizierungssystems.

Hintergrundinformation zu Zielen und Fakten des Neubaus der Rhein-Main-Hallen:

• Das neue Veranstaltungszentrum soll auf rund 20.000 Quadratmetern Veranstaltungsfläche Platz für bis zu 12.500 Personen bei gleichzeitiger Nutzung bieten – verteilt auf verschiedene Hallen inklusive einer integrierten Multifunktionshalle mit bis zu 5.000 Plätzen. Ebenso sind Service-Räume angedacht.
• Mehrere Publikumseingänge sollen einen störungsfreien Parallelbetrieb gewährleisten.
• Es ist ein neues Hauptfoyer mit 2.000 Quadratmetern angedacht mit einem repräsentativen Vorplatz.
• Eine eingeschossige Tiefgarage mit 800 Stellplätzen soll entstehen.
• Das Baugrundstück ist maximal 25.000 Quadratmeter groß; das neue Gebäude wird eine Länge von 250 Metern und eine Breite von 80 Metern haben
• Der Rückbau der jetzigen Rhein-Main-Hallen hat im August 2014 begonnen und wird im März 2015 abgeschlossen sein
• Der Neubau der neuen Rhein-Main-Hallen beginnt Anfang des Jahres 2015
• Die Baurealisierung erfolgt im Zeitraum 2015 bis Ende 2017. Wiedereröffnung soll Anfang 2018 stattfinden.

Einzelne Bewertungskriterien der Rhein-Main-Hallen gemäß der Vorzertifizierung nach DGNB Gold:

• Deutliche Unterschreitung der Vorgaben der EnEV 2014 (Nutzung Fernwärme, Abwasserwärmerückgewinnung)
• Geringe Lebenszykluskosten
• Höchste Qualitätsstufen bei der Auswahl der zu verwendenden Baumaterialien (und damit bei der Innenraumhygiene)
• Einsatz wassersparender Armaturen
• Schaffung eines zusätzlichen Gründachs
• Höchster thermischer Komfort im Sommer wie im Winter (Nachweis erfolgt über eine zonale thermische Gebäudesimulation auch unter Betrachtung der Nutzerausstattung und des Nutzerverhaltens)
• Umsetzung hoher Anforderungen an die Raumakustik
• Sehr gute Tageslichtversorgung aller Nutzflächen bei Realisierung erforderlicher Verschattungen
• Optimale Flächeneffizienz und Umnutzungsfähigkeit
• Optimaler Schallschutz nach innen und nach außen
• Sehr gute Standortqualität (ohne Gewichtung im Ergebnis)


06.10.2014

Seminar Nachhaltigkeitsberater 2.0: Nur noch wenige Plätze verfügbar. Jetzt anmelden!

 ©GCB
©GCB
Am 13. und 14. November 2014 startet das vom GCB organisierte Seminar „Nachhaltigkeitsberater 2.0“ in Frankfurt am Main. In diesen zwei Tagen lernen die Teilnehmer, wie man eine nachhaltige Veranstaltung beziehungsweise das Thema Nachhaltigkeit erfolgreich in seinem Unternehmen / Abteilung umsetzt. Schritt für Schritt werden den Teilnehmern die einzelnen Prozesse anhand von Beispielen erläutert.

Beginnend mit dem Nachhaltigkeitsleitbild, der kritischen Betrachtung des eigenen Unternehmens, über die Implementierung eines Nachhaltigkeits-Managementsystems bis hin zur Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts und der kommunikativen Nutzung von Nachhaltigkeitsthemen deckt das Seminar spezifisch für die Veranstaltungsbranche alle relevanten Bereiche von der Entwicklung bis zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie ab.

Seminarinhalte
In den letzten drei Newsletter-Ausgaben haben wir Ihnen bereits die Teilbereiche „Nachhaltigkeitsleitbild“, „Nachhaltigkeits-Check“ und „Lieferanten-Audit (eventspezifisch)“ vorgestellt. Nun blicken wir auf die letzten beiden Inhalte des Seminars „Nachhaltigkeitskommunikation“ und „Reporting-/Monitoringsystem“.

Kapitel 4: Nachhaltigkeitskommunikation

Mit der guten alten PR-Weisheit „Tue Gutes und rede darüber“ ist es heute längst auch nicht mehr getan. Wenn es um Nachhaltigkeit geht, wollen Kunden ernst genommen werden und auf Augenhöhe kommunizieren. Sie fordern einen Dialog mit Unternehmen und dieser muss ehrlichen und authentischen sein. Gerade ökologische, soziale oder karitative Themen werden gesellschaftlich kontrovers diskutiert und müssen einer kritischen Betrachtung standhalten.

 ©GCB
©GCB
Zielsetzung:
• Gestaltung von möglichen Kommunikationsprozessen im Unternehmen (interne Kommunikation) und
zwischen dem Unternehmen und seinen Stakeholdern (externe Kommunikation)
• Wie setzte ich mit Nachhaltigkeitskommunikation Impulse, um Aufmerksamkeit im Markt bei meinen
Kunden zu erreichen?


 


Kapitel 5: Reporting-/Monitoringsystem

Die Berichterstattung über Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskommunikation
geworden. Das Unternehmen kann sowohl seine Leistungen und seinen Beitrag zur Förderung des ökonomischen
Wachstums, des ökologischen Gleichgewichts und der sozialer Gerechtigkeit darstellen. Zudem motiviert ein
Nachhaltigkeitsbericht die Mitarbeiter eines Unternehmens und dient dazu neue, qualifizierte Mitarbeiter zu
finden, die Wert auf einen verantwortungsbewussten und zukunftsfähigen Arbeitgeber legen.

Zielsetzung:
• Kennenlernen der Standards für Nachhaltigkeitsberichterstattung.
• Gestaltung von Bausteine für die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts.

Kosten:
Die Seminargebühren betragen € 1.250,00 zzgl. MwSt.

Anmeldung:
Die online Registrierung sowie alle Informationen über das Seminar finden Sie auf unserer Website unter: www.gcb.de/nachhaltigkeitsseminar

Für weitere Informationen können Sie uns auch gerne direkt kontaktieren. 

Ansprechpartnerin
Ilse Christine Schamun,
GCB German Convention Bureau e.V.
Tel: +49 (0) 69 – 24 29 30 11, E-Mail: schamun@gcb.de  




Folgen Sie uns auf Twitter.
» Unsere Twitter Accounts
Newsletter für Kongresse, Incentives, Tagungen, Events und Meetings in Deutschland. » Jetzt abonnieren
RSS-Feed der aktuellen Pressemeldungen. » Jetzt abonnieren
hier das GCB Logo