27.02.2015

Direkthilfe statt Ostergeschenke: Die Firma ellis EVENTS mit Sitz in Balingen-Erzingen unterstützt Waisenkinder in Indien.

Vanessa Ellis mit ihrer Schulklasse
Vanessa Ellis mit ihrer Schulklasse
Die ellis EVENTS GmbH ist seit Jahren rund um den Globus unterwegs und organisiert, plant, lenkt und leitet Firmenveranstaltungen, Kongresse, Messeauftritte und Mitarbeiter-Veranstaltungen. Die Firma wurde 1987 von Susanne und Sam Ellis in Balingen gegründet. Mittlerweile ist Tochter Vanessa in die Geschäftsführung aufgestiegen. 

Lissabon, London, Las Vegas oder Madrid, Mailand und Monaco – die namhafte Liste der regelmäßigen Einsatzorte des Unternehmens ist lang. Die Schaltzentrale für diese weltweiten Einsätze steht im beschaulichen Balingen-Erzingen – in einem Ort mit nicht einmal 1000 Einwohnern. Besondere Kennzeichen der Firma mit ihren knapp 30 Mitarbeitern: bodenständig und herzlich. Abgehoben wird nur im Flugzeug. Auch Kongresse mit über 10 000 Teilnehmern werden immer mit einer persönlichen Note durchgeführt.

Kein Wunder, dass manche Kunden seit den Anfängen vor über 20 Jahren immer noch regelmäßig auf den flexiblen und familiären Betrieb bauen.

Jedes Jahr aufs Neue denken sich die Event-Profis pfiffige Aktionen aus, fernab von der üblichen Werbegeschenk-Lawine, die viele Firmen zu Weihnachten oder Ostern überrollt. „Letztes Jahr an Weihnachten haben wir die örtliche Grundschule Endingen/Erzingen mit einer Geldspende unterstützt,“ sagt Vanessa Ellis. „Die Kinder haben uns als Dank schöne Weihnachtsmotive gemalt, welche wir wiederum als Weihnachtskarten verschickt haben. Auf Facebook haben wir damit dann einen digitalen Adventskalender gestaltet der sehr gut ankam.“

Für die bevorstehende Osterzeit wird ellis EVENTS statt in kleine Werbegeschenke für die Kunden zu investieren, ein Waisenhaus mit Schule in Indien mit einer Spende bedenken. Geschäftsführerin Vanessa Ellis hat selbst ehrenamtlich für längere Zeit in der St. Catherine of Siena-Schule und dem angegliederten Waisenhaus in der 13-Millionen-Menschen-Metropole Mumbai an der indischen Westküste gearbeitet und kennt die Verhältnisse vor Ort genau. „Unser Unternehmen stellt einen Betrag zur Verfügung und durch die verschickten Ostergrußkarten an unsere Kunden und Partner wollen wir diese ebenfalls zum Spenden animieren“, sagt Vanessa Ellis. „Das Gute ist, ich kenne die Verantwortlichen persönlich und weiß, dass alles in die richtigen Hände kommen.“ Die  Spendengelder helfen der Stiftung bei der Finanzierung von Schulbesuchen, bei der Verpflegung, bei der Beschaffung der Schulbekleidung, bei der medizinischen Versorgung und bei der Schaffung einer herzlichen und liebevollen Lebensumgebung. Vanessa Ellis wird noch in diesem Jahr selbst nach Mumbai reisen und die Spenden persönlich übergeben.
 
 www.ellis-events.com

24.02.2015

2014: Rekord-Jahr der Kölner Tourismusentwicklung

(v. l.): Josef Sommer, Geschäftsführer, Stephanie Franke, Director Conventions & Marketing
(v. l.): Josef Sommer, Geschäftsführer, Stephanie Franke, Director Conventions & Marketing
12,4 Prozent Steigerung bei Ankünften, 13 Prozent mehr Übernachtungen – Hohe Zuwächse sowohl aus dem In- und Ausland – Köln zeigt dynamischstes Tourismus-Wachstum aller deutschen Großstädte

Die Domstadt kann 2014 einen regelrechten Tourismusboom verzeichnen: Insgesamt kamen 3,33 Millionen Hotelgäste nach Köln und brachten es zusammen auf 5,74 Millionen Übernachtungen. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr 2013 hohe Steigerungen um 12,4 Prozent bei den Ankünften und um 13 Prozent bei den Übernachtungen. Deutliches Wachstum gab es sowohl aus dem In- und aus dem Ausland. Die rund 32.000 Betten der gut 300 Kölner Beherbergungsbetriebe waren damit zu 48,7 Prozent ausgelastet.

Im Vergleich der Übernachtungszuwächse deutscher Großstädte liegt Köln per November des vergangenen Jahres mit 12,2 Prozent unangefochten an der Spitze. „Das Übernachtungswachstum gestaltet sich in keiner der großen deutschen Städte dynamischer als in Köln“ sagte Elisabeth Thelen, Vorsitzende des Aufsichtsrates der KölnTourismus GmbH. „Mit 6,2 Prozent war die Steigerung in Berlin nur halb so hoch. Dies zeigt: Köln ist mit starken Messen und Kongressen, mit einem hochkarätigen kulturellen Angebot und mit Events zu jeder Jahreszeit ungebrochen attraktiv für Freizeit- und Businessgäste.“

Im Europavergleich der beliebtesten 100 Städtereiseziele bleibt Köln weiter im oberen Viertel. „Wieder war Köln bei Geschäftsreisenden und Freizeitreisenden gleichermaßen beliebt“ erklärte KölnTourismus-Geschäftsführer Josef Sommer. „Deutlich mehr als 50 Prozent der Kölner Hotelübernachtungen entfallen auf Messe- und Kongressteilnehmer sowie andere Geschäftsreisende. Köln konnte aber genauso als Freizeitreiseziel punkten, insbesondere im Dezember mit den Weihnachtsmärkten. Das ist ein Riesenvorteil am Markt, denn es bringt Ausgewogenheit auch in der saisonalen Verteilung.“


Ergebnisse aus den Quellmärkten
Der Anteil an internationalen Übernachtungen am Gesamtvolumen lag 2014 bei 34 Prozent. Die meisten davon generierten Gäste aus Großbritannien (242.827, plus 15,3 Prozent), den USA (174.073, plus 9,9 Prozent) und den Niederlanden (172.594, plus 7 Prozent), gefolgt von Belgien (100.286, plus 8,8 Prozent) und der Schweiz (97.447, plus 12 Prozent). Weitere besonders bemerkenswerte Steigerungen gab es aus China (78.889, plus 30,8 Prozent), Polen (41.462, plus 25,1 Prozent) und den Arabischen Golfstaaten (40.094, plus 11,4 Prozent). Arabische Gäste bleiben im Schnitt mit  2,9 Tagen am längsten in der Stadt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die durchschnittliche Verweildauer mit 1,7 Tagen gleich geblieben. In der Langzeitbetrachtung von 2000 bis 2014 zeigen sich folgende Märkte als besonders dynamisch: Übernachtungen aus China konnten in diesem Zeitraum versechsfacht werden, die aus den Arabischen Golfstaaten mehr als vervierfacht. Das Übernachtungsvolumen aus Brasilien und Indien ist inzwischen mehr als  dreimal so groß, wobei die Zahlen aus Indien überhaupt erst seit 2006 erhoben werden.


Kölner Kongress- und Tagungsmarkt
Im Jahr 2014 fanden in Köln rund 45.500 Veranstaltungen mit insgesamt 3,65 Mio. Teilnehmern statt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies, trotz einer Stagnation bei den Veranstaltungen in einem auf die Messe bezogenen turnusgemäß schwächeren Jahr, eine Steigerung hinsichtlich der Teilnehmer um 2,5 Prozent. Diese wurde vor allem durch Veranstaltungen in Tagungshotels und Eventlocations bewirkt. 2014 standen insgesamt 165 Tagungs- und Veranstaltungsstätten in Köln zur Verfügung. Davon waren 20 Veranstaltungszentren, 54 Tagungshotels und 91 Eventlocations. Der Anteil der Veranstalter aus der Wirtschaft nahm 2014 zu. Bei den veranstaltenden Branchen setzt Köln auf Konstanz: Die Verteilung der Plätze bleibt identisch zum Vorjahr mit Banken und Versicherungen an der Spitze, gefolgt von der Medizin- und Pharmabranche sowie Kommunikationsunternehmen. Im Non-Profit-Bereich gewannen Wirtschaftsverbände wieder hinzu und bilden jetzt hinter den privaten Veranstaltern die zweitstärkste Gruppe. Die wichtigsten internationalen Quellmärkte der Veranstalter für Köln bleiben nach Großbritannien, das seit Jahren Spitzenreiter ist, die Niederlande, Schweiz, USA, Frankreich und Belgien.  


Ausblick und Chancen
Das aktuelle Kölner Veranstaltungsjahr bietet wieder zahlreiche Events und Highlights aus Musik, Sport und Entertainment. Ein besonderes Ereignis mit breiter Strahlkraft wird die Wiedereröffnung der generalsanierten Bühnen im November sein. Die Domstadt wartet dann mit einer der modernsten Spielstätten Europas auf.
Die Lanxess arena rechnet 2015 mit dem besten Konzertjahr ihrer Geschichte mit einigen exklusiven Deutschland-Shows, wie Taylor Swift und Fleetwood Mac sowie Großveranstaltungen, die nur in Köln stattfinden, wie das neue E-Sports-Event ESL One Cologne 2015. Auch das Rheinenergiestadion wird mit Konzerten von Helene Fischer und AC/DC und z.B. dem DFB Länderspiel gegen die USA viele Gäste nach Köln ziehen. Besonders erwähnenswert ist, dass Köln ab Mitte des Jahres wieder Musical-Standort sein wird und im November die Premiere der attraktiven Dauerbespielung „Bodyguard“ feiern wird.
Das neue Kongresszentrum CONFEX, das im Rahmen des Investitionsprogramms Koelnmesse 3.0 geplant ist, wird Köln voraussichtlich ab 2020 neue Chancen im Kongressgeschäft eröffnen. Die Liberalisierung des Fernbusmarktes hat für Köln sehr viele Impulse gebracht. Neben dem neuen Busbahnhof am Flughafen plädiert KölnTourismus für ein weiteres zentral gelegenes City-Terminal. Damit Köln weiter vom Flusskreuzfahrtengeschäft profitieren kann, sollte die Situation der Steiger sowie die Zugänge in die Stadt verbessert werden.


Quellen: Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), European Cities Marketing Report 2013-14, TagungsBarometer Köln 2014, Europäisches Institut für TagungsWirtschaft GmbH (EITW).

www.koelntourismus.de


18.02.2015

Bilanz 2014: Stärkstes Kongress-Jahr für Berlin

Wachstum bei Teilnehmerzahl und Veranstaltungen / Erstmals mehr als 7 Millionen Hotelübernachtungen durch Tagungs- und Kongressmarkt generiert

Berlin Convention Office ©Berlin Convention Office
Berlin Convention Office ©Berlin Convention Office
Laut aktueller Kongress-Statistik* des Berlin Convention Office von visitBerlin kamen im vergangenen Jahr rund 11 Millionen Teilnehmer (+ 3 % im Vergleich zum Vorjahr) zu mehr als 131.000 Veranstaltungen (+ 4 %) in die deutsche Hauptstadt.

„Berlin blickt 2014 auf sein erfolgreichstes Kongress-Jahr überhaupt zurück. Rund 30.000 Teilnehmer und 360 Veranstaltungen pro Tag sprechen für sich: Die deutsche Hauptstadt positioniert sich als Tagungs- und Kongress-Destinationen im internationalen Spitzenfeld“, sagt Heike Mahmoud, Director Conventions des visitBerlin Berlin Convention Office.

Erstmals generierte der Tagungs- und Kongressmarkt 7 Millionen Hotel-Übernachtungen (+ 4,5 %). Rund ein Viertel aller Hotelübernachtungen in Berlin gehen somit auf das Kongressgeschäft zurück. Die Veranstaltungsbranche hat sich zu einer zuverlässigen Planungsgröße für die Berliner Hotellerie und Wirtschaft entwickelt.

Berlin überzeugt als Wissenschaftsstandort
Die deutsche Hauptstadt ist besonders für Wissenschaftsveranstaltungen ein gefragter Standort: Bemessen an der Zahl der Teilnehmer können 15 Prozent der Veranstaltungen  (2013: 14 %) dem Bereich „Wissenschaft und Forschung“ zugeordnet werden, mit 12 Prozent folgen Events der Branche „Politik und öffentliche Institutionen“. 2,1 Millionen Teilnehmer kamen aus dem Ausland – jeder fünfte Gast war demnach ein internationaler Besucher.

Bedeutender Wirtschaftsmotor für Berlin: Der Tagungs- und Kongressmarkt erzeugte im vergangenen Jahr 2,2 Milliarden Euro Gesamtumsatz (+9 %). Etwa 38.000 Vollzeitarbeitsplätze werden durch die Branche sichergestellt. Pro Tag geben übernachtende Teilnehmer 232 Euro aus.
Weitere Informationen zur Kongress-Metropole Berlin auf convention.visitBerlin.de

*Quelle: Kongress-Statistik 2014 des unabhängigen Marktforschungsunternehmens ghh consult GmbH im Auftrag von visitBerlin.


12.02.2015

Incomingtourismus 2014 mit fünftem Rekordergebnis in Folge und erstmals über 75 Millionen Übernachtungen

Frankfurt am Main, 12. Februar 2014 – 75,5 Millionen Übernachtungen – so lautet die Bilanz für den Incomingtourismus nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes. Damit erzielt der internationale Reiseverkehr nach Deutschland zum fünften Mal in Folge eine Rekordbilanz. Die Zahl der Ausländerübernachtungen in Beherbergungsbetrieben mit zehn und mehr Betten stieg von Januar bis Dezember im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,5 Millionen und erzielt ein Plus von fünf Prozent. Dabei präsentiert sich der Monat Dezember ebenfalls in Höchstform: Denn noch nie zuvor wurden im Dezember so viele Übernachtungen aus dem Ausland generiert. Insgesamt 5,3 Millionen Übernachtungen und ein Zuwachs von neun Prozent lautet das Ergebnis alleine für den letzten Monat des Jahres.

„Die hervorragende Bilanz bestätigt, dass Deutschland in der Top-Liga internationaler Reiseziele angekommen ist. Laut jüngsten Prognosen der UNWTO wird der internationale Reiseverkehr in diesem Jahr um drei bis vier Prozent zunehmen. Wir werden an die dynamische Entwicklung des vergangenen Jahres anknüpfen und an diesem Wachstum überdurchschnittlich partizipieren. Damit ist eine hervorragende Grundlage für unsere mittel- und langfristige Prognose gelegt: Im Jahr 2020 sind 80 Millionen Ausländerübernachtungen möglich. Im Jahr 2030 halten wir 121,5 Millionen für realistisch“, so Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT).

Über die DZT
Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) ist das nationale „Tourist Board“ Deutschlands mit Hauptsitz in Frankfurt am Main. Sie vertritt das Reiseland Deutschland im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und wird von diesem aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Die DZT entwickelt und kommuniziert Strategien und Produkte, um das positive Image der deutschen Reisedestinationen im Ausland weiter auszubauen und den Tourismus nach Deutschland zu fördern. Dazu unterhält sie weltweit 30 Ländervertretungen. Nähere Informationen finden Sie in unserem Online-Pressecenter unter www.germany.travel/presse.

11.02.2015

Europäische Städte in weltweitem Ranking der Nachhaltigkeit von Städten führend - Frankfurt an der Spitze

ARCADIS veröffentlicht erstmals Sustainable Cities Index

Frankfurt am Main ist die nachhaltigste Stadt der Welt, gefolgt von London und Kopenhagen. Dies ist ein Ergebnis des Sustainable Cities Index, den ARCADIS, die führende globale Planungs- und Beratungsgesellschaft für "Natural and Built Assets" (natürliche Schutzgüter und bauliche Vermögenswerte), erstmals vorstellt. Im Rahmen des Rankings wurden fünfzig Städte aus allen Kontinenten hinsichtlich der Nachhaltigkeitskriterien "Menschen", "Umwelt" und "Wirtschaft" untersucht. Die Studie führte ARCADIS in Zusammenarbeit mit dem Londoner Wirtschaftsforschungsinstitut Centre for Economics and Business Research (CEBR) durch - www.sustainablecitiesindex.com

 ©Arcadis Deutschland GmbH
©Arcadis Deutschland GmbH
Frankfurt auf Platz eins, europäische Städte insgesamt führend

Sowohl im Bereich "Umwelt" als auch "Wirtschaft" liegt Frankfurt auf Platz eins, im Subindex "Menschen" schafft es die Mainmetropole auf Platz neun. Hier punktet besonders Rotterdam durch einen hohen Alphabetisierungsgrad und eine gute Work-Life-Balance, dem Gleichgewicht von Arbeit und Leben.

Im Bereich Umwelt kommt Berlin, die zweite im Rahmen des Index untersuchte deutsche Stadt, direkt nach Frankfurt auf Platz zwei. Ausschlaggebend für die ersten Plätze der beiden deutschen Metropolen sind ein gutes Abfallmanagement sowie geringe Luftverschmutzung. In der Gesamtwertung steht die deutsche Hauptstadt auf Platz sechs.

Insgesamt führen die etablierten Städte Europas die Liste an: Sie belegen durch eine gute Balance von sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten sieben der ersten zehn Plätze.

Erstaunliche Innovationskraft der europäischen Städte

"Frankfurt am Main erreicht oft gute Plätze in Nachhaltigkeitsrankings", sagt Frankfurts Umwelt- und Gesundheitsdezernentin Rosemarie Heilig, "doch der Sustainable Cities Index von ARCADIS verdient besondere Beachtung, weil er insgesamt die erstaunliche Innovationskraft der europäischen Städte belegt. Frankfurt am Main, London oder Kopenhagen sind deshalb erfolgreich, weil sie die Bürgerschaft in die Stadtentwicklung einbeziehen und Experimente fördern. Wer die eigene Umwelt positiv beeinflussen kann, wird am ehesten auch Lösungen für die globalen Herausforderungen finden. Wir freuen uns sehr über den ersten Platz für Frankfurt, aber genauso über jede weitere Stadt, die sich auf den Weg zur Green City macht."

Nachholbedarf beim Faktor "Menschen"

"Der Sustainable Cities Index macht Städten deutlich, wo sie stehen und zeigt Möglichkeiten auf, wie sie nachhaltiger werden können: wirtschaftlich, ökologisch und für das Wohl der Menschen, die dort leben", sagt John Batten, Global Cities Director bei ARCADIS. "Städte stehen heute mehr denn je in einem globalen Kontext", so Batten, "und sie müssen Wege zu einem Gleichgewicht zwischen Finanzen, der Attraktivität der Stadt als Lebens- und Arbeitsort und der Begrenzung der Umweltschäden finden."

Die Studie verdeutlicht, dass besonders der Faktor "Menschen" in vielen Städten eine eher untergeordnete Rolle spielt. Weltweit sind die Kriterien "Wirtschaft" und "Umwelt" besser erfüllt. Wohnen beispielsweise wird in vielen der großen Wirtschaftszentren immer teurer - die Kosten für Immobilien haben für New York, London, Paris, Tokio und Hongkong zu schlechten Platzierungen geführt. In vielen Städten, allen voraus in Hongkong, gibt es zudem eine große Diskrepanz zwischen guter Bildung auf der einen und einer schlechten Work-Life-Balance auf der anderen Seite.

Nordamerika: Wirtschaft zählt mehr als Umwelt

Keine nordamerikanische Stadt findet sich unter den Top Ten im ARCADIS Nachhaltigkeitsindex. Die beste Platzierung erreicht Toronto mit Platz zwölf. Von den Städten der USA liegen Boston auf Platz 15 und Chicago auf Platz 19 am weitesten vorn.

Im Teilbereich "Wirtschaft" punkten die Nordamerikaner deutlich stärker als in den anderen beiden Teilbereichen. Besonders das starke Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und das "Ease of doing Business", also geringe bürokratische Hemmnisse bei Geschäftstätigkeiten, führen dazu, dass alle untersuchten US-Städte im Subindex "Wirtschaft" in der oberen Hälfte der Rangliste stehen, am höchsten San Francisco auf Platz sieben. Zu mehr Nachhaltigkeit führt dies in der Gesamtsicht allerdings nicht: Hinsichtlich des CO2-Ausstoßes liegen alle nordamerikanischen Städte - gemeinsam mit Städten aus dem Mittleren Osten - in der unteren Hälfte des Rankings.

Städte Asiens: ganz oben und ganz unten
Asiens Städte zeigen in punkto Nachhaltigkeit ein uneinheitliches Bild: Seoul, Hongkong und Singapur gehören zu den Top Ten der Gesamtwertung, während Neu-Delhi, Wuhan, Mumbai, Manila und Jakarta am anderen Ende des Rankings stehen. Im Subindex "Menschen" erreicht das südkoreanische Seoul mit dem zweiten Platz eine sehr gute Wertung. Ausschlaggebend dafür ist unter anderem die gute Verkehrsinfrastruktur. Hongkong indessen punktet mit guter Hochschulbildung, einer hohen Lebenserwartung und dem höchsten Anteil an Grünflächen. Durchschnittlich zwanzig Prozent längere Arbeitszeiten und eine niedrige Work-Life-Balance sind aber bei den meisten asiatischen Städten der Grund für eine eher niedrige Wertung im Bereich "Menschen". Wenig überraschend ist die gute Wertung vieler asiatischer Städte im Bereich "Wirtschaft", wozu vor allem ihre Bedeutung im globalen Handelsnetzwerk beiträgt. Hinsichtlich des "Ease of doing Business" sind Singapur und Hongkong von allen untersuchten Städten führend.

Südamerika: gemischtes Bild bei der Umwelt

Die Städte Mittel- und Südamerikas kommen besonders in den Bereichen "Menschen" und "Wirtschaft" zu keinem guten Ergebnis, bei der "Umwelt" zeigt sich ein gemischtes Bild. Die am besten bewerteten süd-amerikanischen Städte sind Santiago und São Paulo auf den Plätzen 30 und 31. Hinsichtlich des Ausstoßes von Treibhausgasen wird São Paulo allerdings nur noch von Nairobi und Manila im negativen Sinne überholt. Auch bei der Einkommensgerechtigkeit gibt Südamerika kein gutes Bild ab: Alle untersuchten Städte des Subkontinents liegen in diesem Punkt auf den letzten zehn Rängen.

Mittlerer Osten: große Diskrepanz zwischen Wirtschaft und Umwelt

Die Diskrepanz zwischen den Faktoren "Umwelt" und "Wirtschaft" ist im Mittleren Osten besonders ausgeprägt: Dubai und Doha etwa erfüllen ökologische Kriterien deutlich schlechter als ökonomische. Besonders ausgeprägt ist in den Städten des Mittleren Ostens der Bevölkerungszuwachs: In Doha, Dubai und Abu Dhabi ist die Anzahl der dort lebenden Menschen in den letzten fünf Jahren um über 30 Prozent an-gewachsen - eine enorme Herausforderung für die Infrastruktur. "Alle fünfzig untersuchten Städte, dies zeigt der Index, müssen eine wachsende Einwohnerzahl auf dem Plan haben", sagt ARCADIS Global Cities Director Batten, "für einige aber wird der Druck immens sein".

Höchste und niedrigste Rankings im ARCADIS Sustainable Cities Index 2015 (Top ten / Bottom ten):

   1. Frankfurt           41. Rio de Janeiro
   2. London             42. Doha
   3. Kopenhagen    43. Moskau
   4. Amsterdam       44. Dschidda
   5. Rotterdam        45. Riad
   6. Berlin                46. Jakarta
   7. Seoul                47. Mumbai
   8. Hongkong        48. Wuhan
   9. Madrid               49. Neu Delhi
   10. Singapur         50. Nairobi 

Zum Download des vollständigen Berichts: www.sustainablecitiesindex.com


Pressekontakt:

Pressekontakt in Deutschland:
Bertram Subtil, ARCADIS Deutschland GmbH / +49 6151 388-528 / 
b.subtil@arcadis.de

Pressekontakt global:
Andy Rowlands, ARCADIS NV / +44 (0)20 7833 6662 / 
andy.rowlands@arcadis.com

11.02.2015

LINC 2015: Veranstaltungsbranche zu Gast beim „Kongress von morgen“

Zum internationalen Kongress für Gefäßmediziner, dem Leipzig Interventional Course (LINC), kamen Ende Januar mehr als 4.800 Teilnehmer aus 70 Ländern auf das Gelände der Leipziger Messe. Die Veranstaltung gehört mittlerweile zu den weltweit größten Kongressen für Gefäßmedizin und setzt neue Maßstäbe für Tagungsformate. Im Rahmen eines Educational Trips haben auch Vertreter des German Convention Bureau (GCB) sowie Tagungs- und Kongressveranstalter aus ganz Deutschland den „Kongress von morgen“ besucht.

Das GCB repräsentiert und vermarktet den Kongressstandort Deutschland international und national. In seiner Studie „Tagung und Kongress der Zukunft“ hatte es den LINC im Jahr 2013 als Best-Practice-Beispiel für Kongresse von morgen vorgestellt. Zur Begründung heißt es in der Studie unter anderem: „Vorhersagen, die Branchenexperten über den Kongress der Zukunft treffen, sind auf dem LINC-Kongress bereits Wirklichkeit geworden.” So beleuchtet die Studie unter anderem, wie Trends in den Bereichen Mobilität, Internationalisierung, Nachhaltigkeit und Demografie die Kongressbranche beeinflussen und zeigt Beispiele, wie Veranstalter bereits erfolgreich darauf reagieren.

Beeindrucke Blicke hinter die Kulissen

Ihren Besuch in Leipzig nutzten die Gäste zum Erfahrungsaustausch mit Vertretern des Congress Center Leipzig. So wurde diskutiert, wie frontale Vorträge und Präsentationen in interaktive Formate umgewandelt und Zuhörer zu aktiv Beteiligten gemacht werden können, wie eine flexible und individuelle Programmgestaltung funktionieren kann oder wie analoge Inhalte in ansprechende digitale Formen übersetzt werden. Der Besuch beim LINC in Messehalle 4 erwies sich als Quelle zahlreicher Anregungen. Bei einem Rundgang mit dem Münchner Kongressveranstalter CongO und der belgischen Technikfirma mediAVentures erhielten die Gäste beeindruckende Einblicke hinter die Kulissen. Im Fokus des Kongresses stehen live übertragene Operationen aus Krankenhäusern rund um die Welt. Dieses Jahr gab es mehr als 90 solche Übertragungen aus 13 Krankenhäusern, unter anderem in Singapur, Irland, Belgien, Italien, Japan, Brasilien und Leipzig. Vor Ort werden die Operationen nicht nur von professionellen Filmteams begleitet, sondern die operierenden Ärzte erklären Details der Eingriffe und beantworten den Teilnehmern in Leipzig live Fragen. Allein hinter den Kulissen des LINC in Leipzig sind dafür rund 120 Techniker im Einsatz.

Austausch auf einem modernen Marktplatz

Als Best-Practice-Beispiel für den „Kongress von morgen“ wurde der LINC auch aufgrund seiner räumlichen Struktur vorgestellt. In der Messehalle gibt es keine starren Einbauten oder schalldichte, geschlossene Vortragsräume. Vielmehr sind die Bereiche durch optische und akustische Elemente sowie ein Farbkonzept untergliedert und der Besucher kann sich frei zwischen Sessions, digitalen Postern und den Ausstellungsbereichen bewegen. „So modern dieses Layout ist, greift es zugleich auf ein archaisches Kulturgut der Menschheit zurück: die Idee des Marktplatzes”, fasst die GCB-Zukunftsstudie zusammen.

In Leipzig lernten die Gäste aus der nationalen Veranstaltungsbranche neben dem CCL und dem LINC weitere Tagungsstätten kennen. So besichtigten sie auch die KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig, deren Sanierung im Mai abgeschlossen werden soll und die künftig vom CCL betrieben wird. Das neue Kongresszentrum ist Partner der Kongressinitiative do-it-at-leipzig.de und seit Kurzem auch Preferred Partner des GCB. Im Rahmen dieser Kooperation profitieren beide Seiten von intensivierten Kontakten, Marketing-Chancen sowie einer Vertiefung der Kernthemen zur gemeinsamen Positionierung im internationalen Wettbewerb um Veranstaltungen.

Über das CCL

Das Congress Center Leipzig (CCL) gehört zur Unternehmensgruppe der Leipziger Messe und ist Bestandteil des Leipziger Messegeländes. Es ist eines der modernsten Kongress- und Tagungszentren Europas. Zu den Besonderheiten des Hauses gehören die individuelle Veranstaltungs¬betreuung und der umfassende Service, der das komplette Spektrum von Veranstaltungs¬dienstleistungen umfasst. Jährlich finden etwa 100 Kongresse und Fachprogramme im CCL statt. Das flexible Raumkonzept mit 23 unabhängigen Räumen, integrierbaren Messehallen und der Glashalle als Eventlocation erlaubt Veranstaltungen fast jeder Größenordnung und nahezu jeden Charakters. Das CCL ist Mitglied der Initiative do-it-at-leipzig.de, einem Zusammenschluss von Leipziger Kongress¬partnern, die gemeinsam für hohe Standards am Kongressstandort Leipzig eintreten.


Ansprechpartnerin für die Presse:
Claudia Laßlop
Kommunikation Unternehmensgruppe
Telefon: +49 (0)341 / 678 65 79
E-Mail: c.lasslop@leipziger-messe.de

Internet:
www.ccl-leipzig.de
www.kongresshalle.de
www.leipziger-messe.de



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