Tagung und Kongress der Zukunft

Eine Zukunftsstudie.

Die Zukunft der Tagungs- und Kongressbranche

Die Frage, wie sich zukünftig Tagungen, Kongresse, Meetings und Events entwickeln und welche Herausforderungen sich daraus für die Infrastruktur von Veranstaltungsorten sowie für die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen ergeben, betrifft jeden, der Veranstaltungen organisiert, an ihnen teilnimmt, oder als Referent Inhalte präsentiert - und das über alle Branchen hinweg.

In der Studie „Tagung und Kongress der Zukunft“, die das GCB German Convention Bureau e.V. in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern initiiert und beim IZT (Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung Berlin) im Jahr 2013 beauftragt hat, sind maßgebliche Trends und Strömungen identifiziert, analysiert und ausgewertet worden.



Megatrends und ihre Relevanz für die Branche

In der ausführlichen Studie werden die Entwicklungen bis zum Jahr 2030 skizziert und ausgewählte Megatrends sowie deren Auswirkungen auf Tagungen und Kongresse vorgestellt:

  • Globalisierung und Internationalisierung
  • „Peak Everything“ -Ressourcenverknappung
  • Urbanisierung - Stadt der Zukunft
  • Demografischer Wandel, Feminisierung und Diversity
  • Technisierung der Arbeits- und Lebenswelten
  • Nachhaltige Entwicklung
  • Mobilität der Zukunft
  • Sicherheit.

Zu jedem Megatrend werden die wesentlichen Herausforderungen beschrieben und konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, um den zukünftigen Bedürfnissen angemessen zu begegnen.

Die Studie identifizierte die folgenden Top Fünf Megatrends: 

TOP 5 Megatrends

Technologie

Technisierung der Arbeits- und Lebenswelten

Im Zuge der Technisierung der Arbeits- und Lebenswelten schreitet auch die Technisierung der Ausrichtungsstätten von Tagungen und Kongressen stetig voran. Sensoren, Bedienelemente und andere technische Einheiten im Gebäude werden miteinander vernetzt und automatisiert. Das Ziel ist dabei, Komfort und Sicherheit zu erhöhen und zugleich den Energieverbrauch zu reduzieren.

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung gilt es zudem, die Bedürfnisse älterer Menschen mehr und mehr zu berücksichtigen. Neben den entsprechenden baulichen Maßnahmen spielt dabei die Automatisierung des Gebäudes bzw. seiner einzelnen Bestandteile eine wesentliche Rolle. Um hier einen sinnvollen Automatisierungsgrad erreichen zu können, müssen möglichst viele Endgeräte über eine zentrale Steuerung miteinander verknüpft werden.

Globalisierung

Globalisierung und Internationalisierung

Mit der Globalisierung verstärkt sich der internationale Wettbewerb mit den bisherigen Konkurrenten der deutschen Tagungs- und Kongressbranche. Hinzu kommen aufstrebende Destinationen, unter anderem die BRIC Staaten. Zunächst werden diese vor allem regional begrenzte Anziehungswirkung haben, je nach internationaler Ausrichtung dann aber auch globale Attraktivität entwickeln – zumal angesichts der wachsenden Wirtschaften und der für Tagungen und Kongresse besonders relevanten wachsenden Mittelschichten jener Regionen.

Erwartungsmuster, Sprachen, kulturelle Verhaltensweisen sowie Kommunikations- und Interaktionsformen müssen bei der Organisation erfolgreicher Tagungen und Kongresse zukünftig noch stärker berücksichtigt werden. Dies betrifft beispielsweise Begrüßungsformeln, religiöse Rituale, notwendige Gebetspausen und -orte, Berührungsformen und Tabus, Feiertage sowie Ernährungskulturen.

Mobilität

Mobilität der Zukunft

Mobilitätskosten für die An- und Abfahrt sind für alle Beteiligten von Tagungen und Kongressen eine besonders relevante Größe. Dies wird vor allem dann spürbar werden, wenn Kosten steigen. Aber auch die Schnelligkeit und die Bequemlichkeit, mit der Veranstaltungsorte erreichbar sind, zählen zu den entscheidenden Auswahlkriterien bei Tagungen und Kongressen. Hier werden nutzerfreundliche Übergänge zwischen den verschiedenen Mobilitätsmöglichkeiten besonders wichtig und ausschlaggebend.

Für Anbieter und Veranstaltungsplaner wird es wichtig sein, sich aktiv mit dem Thema Mobilität zu befassen und ihren Platz innerhalb der multimodalen Mobilitätskette zu definieren.

Nachhaltigkeit

Nachhaltige Entwicklung

So wie in vielen Gesellschaften der Marktanteil von Bio-Lebensmitteln und Fair-Trade-Produkten immens gestiegen ist, sind auch „Sustainable Meetings“ bis 2030 ein wachsendes Marktsegment. Immer mehr Kunden erwarten Veranstaltungen, die sich in der gesamten Angebotspalette deutlich an Nachhaltigkeitsprinzipien ausrichten und entsprechende Qualität bieten oder sogar garantieren. Weil die Kunden diese Prinzipien als wichtig bewerten, sind sie im Gegenzug bereit, auch moderat höhere Preise zu akzeptieren.

Im Rahmen von zukunftsfähigen Entwicklungen werden Effizienzstrategien und punktuelle Maßnahmen Lösungsansätze für nachhaltig intelligente Mobilitätskonzepte hervorbringen.

Demografischer Wandel

Demografischer Wandel, Feminisierung und Diversity

Der demografische Wandel beschreibt primär die quantitativen Veränderungen der Bevölkerung. Nach einer Schätzung der UN aus dem Jahr 2010 wird die Weltbevölkerung im Laufe der kommenden 20 Jahre von 7 Milliarden auf 8,3 Milliarden Menschen anwachsen. Die zunehmende Lebenserwartung führt außerdem dazu, dass die Weltbevölkerung altern wird. Heute leben 760 Millionen Menschen auf der Erde, die älter als 60 Jahre sind. Bis zum Jahr 2030 soll sich diese Zahl nahezu verdoppeln.

Global wird sich die Veranstaltungsbranche dank der wachsenden Mittelschichten in zahlreichen Staaten der Erde auf diese neue Zielgruppe einstellen dürfen und somit auf ein entsprechend hohes Potenzial an neuen Besuchern von Tagungen und Kongressen.

Szenarios

Architektur

fotolia.com/Spectral-Design
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Architektur

Während die Segnungen des Internets die Kommunikation und den Zugang zu Know-how unabhängig vom Ort werden ließen, werden Kongresse und Tagungen auch künftig auf zentrale, verkehrsgünstig gelegene Standorte angewiesen sein – oder auf die Besonderheit des Gebäudes.

Die Zukunft der Architektur im Tagungs- und Kongressbereich umfasst verschiedene wichtige Aspekte:

  • Zertifizierungssysteme wie das der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) werden an Bedeutung gewinnen – ja, geradezu ein Muss sein.
  • Barrierefreiheit beim Bau von Veranstaltungsstätten sichert die Wettbewerbsfähigkeit angesichts alternder Gesellschaften.
  • Die temporäre Nutzung von Gebäuden und ihr vereinfachter Rückbau entsprechen dem Trend der Nachhaltigkeit.
  • Der zunehmende Wunsch der Teilnehmer nach einer „gesunden“ Wohlfühl-Atmosphäre verlangt nach Tageslicht und natürlicher Belüftung.

Wissensvermittlung

Wissensvermittlung

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Komplexität der Lebenswelt und der gesellschaftlichen Verhältnisse, der Beschleunigung zahlreicher Entwicklungsprozesse und des Wissenszuwachses weltweit wächst der Bedarf an angemessenen, förderlichen Räumen der Wissensvermittlung.

Wesentliche Aspekte Wissensvermittlung:

  • Lebenslanges Lernen, das Aneignen von interkulturellem Wissen und die ständige Erreichbarkeit werden mehr als heute absehbar noch weiter zunehmen.
  • Neue Formate werden die traditionellen Formen der Wissensaneignung ergänzen: unterschiedlichste Technologien und Tools, vor allem neue Entwicklungen bei virtuellen Konferenzen; individuelle Formen von Wissensaneignung wie „Massive Open Online Courses“ von Universitäten
  • Hybridveranstaltungen: Je nach Format, Funktion und Teilnehmerkreis einer Veranstaltung werden die zunehmend konvergierenden Segmente der Bühnentechnik, Beleuchtung, Akustik, Präsentations- und Übersetzungstechnik sowie interaktive und Feedbackoptionen (z. B. Voting, Gaming) genutzt. Mobile Anwendungen werden bis zum Jahr 2030 auch in der Lebenswelt von älteren Menschen sicherlich stärker integriert sein, als es heute der Fall ist.
  • Face-to-Face…flexibel, aktuell: Anders als bei heute gängigen Konferenzen könnte konsequent auf situations-und teilnehmerspezifische Formate gesetzt werden – Beispiele Open-Space-Konferenzen oder Barcamps. Voraussetzung dafür sind flexible Raum- und Technikinfrastrukturen.
fotolia.com/peshkova
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Technisierung

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Technisierung

Das dritte Szenario betrifft die Technologie: Die zunehmende Technisierung von Tagungen und Kongressen sowie sich ändernde Bedürfnisse ihrer Besucher führen bis 2030 zum Einsatz neuer Veranstaltungskonzepte. Starre Regeln und fixe Orte werden zugunsten von Flexibilität aufgegeben.

Wesentliche Aspekte Technisierung:

  • Dezentrale Konzepte werden 2030 vor allem für Tagungen und Kongresse genutzt, die Fachausstellungen begleiten. Dafür stehen unterschiedliche Technologien zur Verfügung. Verschiedene Orte und virtuelle Räume werden miteinander vernetzt. Über allem steht ein Leitkonzept.
  • Up to date: Neue Technologien werden für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung einer Veranstaltung genutzt.
  • Virtuell und physisch: Präsenzveranstaltungen werden in der Regel um virtuelle Elemente bereichert und so dominieren ganz unterschiedliche Mischungen von „Hybridveranstaltungen. Physische und virtuelle Einheiten müssen von Anfang an integriert geplant werden.
  • Neue Dienstleistungssegmente: In Folge hoher Anforderungen an die Technikkompetenz der Organisatoren hat sich ein spezialisiertes Dienstleistungssegment für den Einsatz konvergenter Technologien auf Tagungen und Kongressen etabliert.

Unterstützer

Außerdem haben zahlreichen  Branchen-Experten, sowie Vertretern aus Politik, Gesellschaft und Wissenschaft, aktiv teilgenommen und Ihr spezifisches Know-How einfließen lassen:

Tagung und Kongress der Zukunft - Management Summary

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