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Wirtschaft & Wissenschaft

Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Frankfurt Rhein-Main


Frankfurt am Main ist das Zentrum einer der produktivsten und dynamischsten Regionen im Herzen Europas. In der über 1200 Jahre alten Stadt ist in beeindruckender Dichte alles versammelt, was in der Wirtschafts- und Finanzwelt Rang und Namen hat.

Warum der Wirtschaftsstandort Frankfurt so bedeutend ist, verrät ein Blick auf die statistischen Kennzahlen: Bei ca. 650.000 Einwohnern bietet Frankfurt 569.100 Arbeitsplätze in rund 44.000 Unternehmen. Zahlreiche große und kleine Unternehmen aus den unterschiedlichsten Dienstleistungsbranchen haben zu Frankfurts Ruf als serviceorientierte Wirtschaftsmetropole beigetragen. Das dominante Volumen des Dienstleistungssektors basiert aber vor allem auf der Tatsache, dass Frankfurt ein internationaler und Deutschlands wichtigster Finanzplatz ist. Der Sitz der Europäischen Zentralbank und der Deutschen Bundesbank sowie 327 ansässige Banken und die bedeutendste deutsche Wertpapierbörse unterstreichen die führende Rolle der Finanzmetropole Frankfurt am Main.

Hinzu kommt die exzellente Verkehrsanbindung der Stadt und der gesamten Region Rhein-Main mit dem internationalen Flughafen, Europas größtem Personenbahnhof und einem Knotenpunkt des europäischen Autobahn- und Fernstraßennetzes.

Neben dem Finanzschauplatz ist die Region Frankfurt Rhein-Main eine der stärksten und vielfältigsten "Wissensregionen Europas" mit zahlreichen innovativen Unternehmen. Größte Arbeitgeber in der Region sind die Adam Opel AG in Rüsselsheim, die Fraport AG und die Messe Frankfurt. Die Zahl der Hochschulabsolventen, das Bildungsniveau der Beschäftigten, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung und die Patentanmeldungen verdeutlichen die hohe Wissensintensität in der Region. Dies gilt für öffentliche Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen und für die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen in den Unternehmen, im Produzierenden Gewerbe sowie im Dienstleistungssektor. Dieses hier sich bietende Potenzial an qualifizierter Arbeitskräften ist für Unternehmensansiedlungen auch aus dem Ausland attraktiv.

Wer die Region Frankfurt Rhein-Main bisher nur als Verkehrs- und Finanzzentrum kannte, mag erstaunt sein, auf welchen Gebieten sie sich außerdem punkten kann. Etabliert haben sich 12 Universitäten und Hochschulen, 16 Fachhochschulen und 8 Berufsakademien. Mehr als 100 wissenschaftliche Forschungseinrichtungen, darunter sechs Max-Planck-, vier Fraunhofer- und drei Leibniz-Institute kann die Region aufweisen. Ein kurzer Blick in deren Labors eröffnet faszinierende Perspektiven. Experten haben Kompetenzzentren der unterschiedlichsten Art gebildet. Sie dienen als Kommunikationsplattform für Wirtschaft und Wissenschaft. Folgende Bereiche sind vertreten: Automotive, Biotechnologie, Consulting, Finanzen, IT, Logistik, Materialforschung und Werkstofftechnik und Medien.


 


Frankfurt Rhein-Main: Internationale Region

Die Stadt Frankfurt am Main gilt als internationalste Stadt in der Bundesrepublik. Und das nicht nur, weil hier Menschen aus über 170 Nationen zu Hause sind, sondern weil auch über 3000 ausländische Firmen und ca. 175 ausländische Kreditinstitute in der Stadt ihren Sitz haben. Die Bedeutung dieser Internationalität der Mainmetropole spiegelt sich auch in der Tatsache wider, dass sich in Frankfurt am Main 92 Konsulate und diplomatische Vertretungen, 59 ausländische Kammern und Handelsvertretungen, Fremdenverkehrsämter aus 58 Ländern, 180 ausländische Geschäfts- und Kulturclubs und 8 Internationale Schulen niedergelassen haben.

Mit dem CEIOPS, dem unabhängigen Ausschuss für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung, wird von Frankfurt aus die Europäische Kommission unterstützt. CEIOPS setzt sich aus hochrangigen Vertretern der Aufsichtsbehörden für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung der EU und der EWR-Vertragsstaaten zusammen.

In der Region, auf Schloss Reichartshausen, präsentiert sich die EUROPEAN BUSINESS SCHOOL International University in Oestrich-Winkel im Rheingau. Sie gehört den besten Wirtschaftsuniversitäten in Deutschland. Die private Business School belegte beim Hochschulranking 2006/07 des Wirtschaftsmagazins "karriere“ zum zweiten Mal in Folge den dritten Platz. Ebenfalls international und hoch angesiedelt im "karriere"-Ranking ist die Business School of Finance & Management (HfB), Deutschlands führende wissenschaftliche Hochschule für Finance und Management. Im Herzen der Finanzmetropole Frankfurt bildet die HfB seit 1990 Nachwuchs für die Finanzwelt aus. Träger der Universität ist die Bankakademie e.V., eine Institution der deutschen Bankverbände. Bereits seit dem Jahr 2000 hat die HfB ihre Studiengänge konsequent auf das Bachelor- und Mastersystem umgestellt. In jedes Bachelor-Studium ist mindestens ein Auslandssemester und ein Auslands-Praktikum integriert, Englisch und eine weitere Fremdsprache gehören fest zum Studium. Außerdem stehen 20 Partnerhochschulen weltweit für das Auslandssemester zur Verfügung.
 
Frankfurt Rhein-Main: Forschung + Naturwissenschaften

Beim Darmstädter Professor Rolf Isermann scheint die Zukunft längst begonnen zu haben. Er bringt Maschinen bei, sich selbst zu analysieren, weiter zu entwickeln und zu reparieren. Mit seinen Aufsehen erregenden Forschungsergebnissen hat er es nun zu Weltruhm gebracht: Professor Isermann wurde in den USA zu den zehn Wissenschaftlern gewählt, die Leben und Arbeit der Menschheit am nachhaltigsten verändern werden.

Auf dem Gebiet der „künstlichen Intelligenz“ nehmen die TU Darmstadt und das angeschlossene Fraunhofer-Institut für grafische Datenverarbeitung in Europa eine Spitzenstellung ein. Mit Hilfe dieser Forschung können Chirurgen schon in naher Zukunft durch spezielle Computerbrillen unterstützt werden: Bevor sie beim Operieren das Skalpell ansetzen, „sehen“ sie damit in den Patienten hinein. Wichtige Daten, wie beispielsweise die Tiefe und Ausbreitung eines Tumors, werden ihnen per Computer vors Auge gespiegelt.

Beim Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz gelingt es bereits, Nervengewebe von Ratten mit Computerchips zu verbinden. Vorläufig dient das vor allem dem Zweck, Arzneimittel testen zu können, ohne dafür Tiere töten zu müssen. Aber die Verbindung von lebendem Gewebe und Computermaterial eröffnet ungeahnte Wege.

Dagegen erscheint eine Technologie, die es uns mit Hilfe von schmutzabweisenden Spezialoberflächen künftig erspart, Fenster oder Autos putzen zu müssen, ausgesprochen überschaubar. Aber die Nanotechnologie, die allein in Frankfurt Rhein-Main in der praktischen Anwendung schon durch 33 Unternehmen vertreten ist, wird unsere Zukunft auch in anderer Hinsicht nachhaltig verändern. Für Mediziner könnte „Nano“ - eine Größenangabe für allerkleinste Teilchen - zum Zauberwort werden: „Nano-Roboter“ sollen künftig in die Blutbahn gespritzt (oder auch eingeatmet) werden, um Krankheitserreger zu bekämpfen oder Zellen zu reparieren.

Auch die Weltmeister im Entdecken neuer Elemente arbeiten in der Wissenschaftsregion Frankfurt Rhein-Main: Rund 1.000 Atom- und Kernphysiker, Materialforscher und Biophysiker aus 55 Ländern nutzen dafür den Teilchenbeschleuniger der GSI (Gesellschaft für Schwerionen-Forschung) bei Darmstadt, in dessen Spezialröhren sie einen kleinen „Urknall“ auslösen. Schwere Stoffe wie Eisen und Blei prallen dabei mit zehn Prozent der Lichtgeschwindigkeit aufeinander und zerspringen in mikroskopisch kleine Bruchstücke, in denen sich das bisher Unentdeckte finden lässt. Die präzise Strahlung schwerer Ionen wird außerdem von Ärzten genutzt, um Krebstumore zielsicherer als mit jeder anderen Bestrahlungsart zu entfernen. Seit 1997 werden an der GSI mit 90 Prozent Heilungsquote Gehirntumore entfernt.

Auch im Bereich der Medizin kann die Region punkten: In Frankfurt wurde die Alzheimer-Krankheit entdeckt. 1888 trat Alois Alzheimer seine Stelle als Assistenzarzt bei der von dem Psychiater Heinrich Hoffmann (Frankfurter Psychater, Erfinder des Struwwelpeters) gegründeten „Städtischen Anstalt für Irre und Epileptische“ in Frankfurt am Main, wo er 1901 der Patientin, die ihn berühmt machen sollte, begegnete: Auguste Deter. Dem Krankheitsbild der erst 51jähringen gab Alzheimer den Namen „Die Krankheit des Vergessens“. Nach Ihrem Tod  sezierte er ihr Gehirn und diagnostizierte die Krankheit, die 1910 nach ihm benannt wurde.

Ein bedeutender Frankfurter war zudem der Nobelpreisträger Paul Erlich, ein deutscher Chemiker, Arzt, Serologe und Immunologe. Er gilt mit seinen Forschungen als Begründer der Chemotherapie und entwickelte als erster eine medikamentöse Behandlung gegen Syphilis. Das Medikamtent Salvarsan, ein Meilenstein in der Arzneimittelforschung, wurde um das Jahr 1909 entwickelt und kam im Jahre 1910 in den Handel. Die Forschungsaktivitäten an dem nach seinem ersten Direktor benannte Paul-Ehrlich-Institut in Langen bei Frankfurt bewegen sich in den Gebieten der Medizin und der Naturwissenschaften, in denen der Nobelpreisträger seine richtungweisenden Arbeiten am Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert durchgeführt hat. Das Paul-Ehrlich-Institut ist unter anderem bundesweit für die Zulassung von Arzneimittelwirkstoffen zuständig.

Gegen eine andere Geisel der Menschheit, die Immunschwäche AIDS, ist das Georg-Speyer-Haus an der Uniklinik Frankfurt eine weltweit führende Forschungs- und Behandlungsstätte. Man hofft dort, einen Impfstoff gegen die HIV-Viren zu finden. Der einzige Aids-Professor Deutschlands ist Professor Schlomo Staszewski, Leiter des HIV-Centers am Klinikum der J.W. Goethe-Universität. Bereits 1985 war er maßgeblich am Aufbau des HIV-Centers beteiligt, das zu den führenden deutschen Behandlungszentren für HIV- und Aids-Patienten gehört. Nicht durch nur exzellente medizinische Betreuung, sondern durch zahlreiche Medikamentenstudien hat dies wesentlich zur erfolgreichen Kombinationstherapie bei Aids beigetragen. Die Ergebnisse von in Frankfurt durchgeführten Studien sind international anerkannt.

Geforscht wird in der Region außerdem in der Grube Messel bei Darmstadt. Die Grube Messel ist eine Fossillagerstätte von weltweiter Bedeutung, in der Fossilien in hoher Zahl und einzigartiger Erhaltung überliefert worden sind. Bedeutung kommt der Forschungsstätte nicht nur die hohe Anzahl der Funde, sondern auch die außergewöhnliche Qualität ihrer Erhaltung zu. Von zahlreichen hier überlieferten Lebewesen sind nicht nur, wie sonst in anderen Fossillagerstätten üblich, einige Zähne oder Knochenreste erhalten geblieben, sondern die Geowissenschaftler finden vollständig erhaltene Skelette, mitsamt Haut, Haaren, Resten der quasi letzten Mahlzeit (in Form anaerober Bakterien, die die Umrisse abbilden), ja sogar Föten im Leib der schwangeren Muttertiere von Urpferdchen und noch nicht abgelegte Eier bei Schildkröten. Die bisher in der Grube Messel identifizierte Artenliste umfasst mehrere hundert Arten aus den Gattungen Pflanzen, wirbellose Tiere, Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere. Es handelt sich teilweise um Vorläufer der heutigen Tierwelt, teilweise aber auch um Tiergruppen aus dem Erdmittelalter, welche zur gleichen Zeit vorhanden waren, wie die Saurier.

Auch das Wetter wird in Frankfurt Rhein-Main gemacht: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit seiner Zentrale in Offenbach am Main ist der nationale meteorologische Dienst der Bundesrepublik Deutschland. Er ist für die Erfüllung der meteorologischen Erfordernisse aller Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche in Deutschland zuständig. Beim DWD arbeiten derzeit etwa 2800 Beschäftigte.

Das Rhein-Main Gebiet kann sich mit Fug und Recht als führender Standort der produzierenden Biotechnologie bezeichnen. Dies ist auf die Dichte der chemisch-pharmazeutischen Industrie der Region mit ihren 18 Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungsinstituten zurückfzuführen. Neben der Herstellung von Biopharmazeutika durch pharmazeutische Unternehmen finden sich nahezu 50 Dienstleister und Auftragshersteller, mit denen die komplette Wertschöpfungskette der GMP-Produktion (Good Manufacturing Practices) hochprofessionell abgebildet wird. Eine herausragende Rolle spielt u.a. das Unternehmen Merck KGaA in Darmstadt. Die Schwerpunkte sind neben der Produktion von Orginalpräparaten (Nasivin, Toxogonin, Kohlekompretten, Concor mit dem Wirkstoff Bisoprolol, Fortecortin und Metformin), Generika und verschiedene Angebote im Bereich der chemischen Produkte. So ist die Merck KGaA ein Pionier im Bereich der LCD-Technik. Heute ist Merck der weltgrößte Hersteller von Flüssigkristallen, die für die Herstellung von LC/TFT-Displays benötigt werden. Mit verschiedenen Tochterfirmen in verschiedenen Ländern gehört die Merck KGaA zu den umsatzstärksten Generika-Hersteller der Welt.

Die Fresenius Medical Care AG, einer von drei Pharmariesen in der Region, ist in Bad Homburg angesiedelt. Die Dialysespezialisten in der Taunusmetropole halten mehr als 1100 Patente. Zwei Drittel ihrer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten laufen am deutschen Standort. In Darmstadt arbeiten rund 780 Mitarbeiter der Firma Merck in der Pharma-Forschung. Etwa doppelt so viele sind für den Konzern Sanofi-Aventis in Frankfurt mit Forschung und Entwicklung befasst.

Um die enormen Fähigkeiten und die Vielfalt der Forschung in Frankfurt Rhein-Main an einer Stelle zu bündeln, wurde kürzlich eine bislang einmalige Institution gegründet: Im FIAS (Frankfurt Institute for Advanced Studies, www.fias.uni-frankfurt.de) sollen die Forscher verschiedener Disziplinen ihre Ergebnisse austauschen. Vorbild ist Princeton, wo sich schon Einstein und Kollegen trafen. Gründer am Main sind der Leiter des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung in Frankfurt, Prof. Wolf Singer, und Prof. Walter Greiner vom Institut für Theoretische Physik der Universität Frankfurt.

Auf Ergebnisse der Forschung in Frankfurt Rhein-Main stößt man überall im Alltag, in der Datenbank der Technologiestiftung Hessen (www.tsh-hessen.de) – oder beim Blick auf eine neuere Version des „Periodensystems der Elemente“. Die Tabelle ist längst nicht vollständig und wird immer noch ergänzt. Nach Eisen und Schwefel tauchen gegen Ende so merkwürdige Namen wie „Hassium“ (für Hessen) oder sogar „Darmstadtium“ auf: Beide superschweren Elemente wurden beim „Urknall“ in der GSI entdeckt und erinnern künftige Generationen an den Entdeckungsort.

"Europas Tor zum Weltraum" befindet sich in Darmstadt. Hier hat das Europäische Raumflugkontrollzentrum ESOC (European Space Operations Centre) seinen Sitz. Als eines der Operationszentren der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) ist es seit 1967 für den Betrieb sämtlicher ESA-Satelliten, für die dazu notwendigen Bodenstationen und für das Kommunikationsnetzwerk verantwortlich. Das ESOC hat bislang über 50 Satelliten der ESA operationell betreut. Aufgrund seiner hoch entwickelten Technik und seiner Spezialisten-Teams ist das ESOC in der Lage, gleichzeitig über 10 Satelliten in Routine und weitere Satelliten in der frühen Startphase (LEOP) zu kontrollieren bzw. weltweit renommierte Rettungsaktionen durchzuführen. Die Gefahren durch Weltraumschrott - die vielen tausend Fragmente von Raumfluggeräten, die die Erde umkreisen - werden ebenfalls vom ESOC überwacht.

 



Frankfurt Rhein-Main: Dienstleistung und Kreativität

Es ist naheliegend, dass sich an einem der größten europäischen Bankenplätze ein breites Spektrum von Finanzdienstleistern niedergelassen hat. Aber auch Presse und Verlagshäuser, Bild- und Informationsdienste, Netzprovider, Internet-Agenturen und Marktforschungsunternehmen gehören neben den Dienstleistungen der Unternehmensberater und der Marketing- und Ingenieurfirmen zu den Wachstumsbranchen. Insgesamt verzeichnet der Bereich der unternehmensorientierten Dienstleistungen das stärkste Wachstum; mehr als 19.000 Firmen, also über ein Drittel aller Unternehmen in Frankfurt sind in diesem Wirtschaftssektor tätig.

Insider sprechen von Frankfurt, der "heimlichen Werbehauptstadt" Deutschlands. Der IHK Kammerbezirk Frankfurt zählt über 5.700 Unternehmen der Werbewirtschaft, darunter nahmhafte Agenturen wie FCB, J.Walter Thomson, McCann-Erickson, Leo Burnett, Ogilvy & Mather, Publicis, Saatchi & Saatchi, Wundermann, Young & Rubicam und viele mehr. Die Kreativen vom Main entwickeln einen Großteil der Slogans, mit denen wir täglich in der Werbung umgarnt werden. Über 40% des deutschen Werbeumsatzes werden in der Region Fankfurt Rhein-Main erwirtschaftet. Davon profitieren auch eine ganze Reihe von gewerblichtechnischen Zulieferbetrieben, wie Firmen für Satz- und Reprotechnik oder Druckereien. Nach Umsatz steht Frankfurt auf Platz 4 der internationalen Werbemetropolen - hinter Tokio, London und Paris -, lässt man die amerikanischen Standorte außer Acht.

Auch die Werbefilmproduktion hat eine große Bedeutung in Frankfurt. Unter den TOP 10 der deutschen Werbefilmer befinden sich mit Tempomedia und Neue Sentimental Film gleich zwei Frankfurter Unternehmen.

Drei große Tageszeitungen, namhafte Verlage, Hessischer Rundfunk, Hitradio FFH, die großen Business-TV-Sender und diverse Regionalsender belegen eindrucksvoll Frankfurts Rolle als Medien- und Kommunikationszentrum.

Das Internet "enspringt" in Frankfurt. In Frankfurt Rhein-Main fließen nicht nur Verkehrs- und Geldströme in alle Himmelsrichtungen. Auch Daten rasen von hier aus über innovative Datenautobahnen in alle Welt. In der Region sind mehr als 250 Telekommunikationsunternehmen und Internetprovider vertreten. Mit rund 700 Kilometern besitzt Frankfurt das dichteste Glasfasernetz Deutschlands, und mit DE-CIX steht hier einer der wichtigsten internationalen Knoten im Internet, über den 90 Prozent des deutschen und etwa 35 Prozent des europäischen Internetverkehrs abgewickelt werden. In Frankfurt Rhein-Main gibt es elf unabhängige Betreiber von Glasfasernetzen. Diese Dichte ist weltweit einzigartig. Zudem laufen in Frankfurt täglich Börsen- und Finanztransaktionen, die ein immenses Potenzial an sicheren Highspeed-Datenleitungen benötigen.

"Als die Bilder laufen lernten"... Frankfurt ist seit 50 Jahren Sitz des Deutschen Filminstitutes (DIF), dem nun auch das Deutsche Filmmuseum angegliedert ist. Das DIF verfügt in der Bundesrepublik über eines der größten Filmarchive und über eine der umfangreichsten Materialsammlungen zu allen Aspekten von Film und Kino. Diese Daten stellt das DIF wissenschaftlichen und kommerziellen Nutzern zur Verfügung; es wertet aber auch selbst die Materialien aus, präsentiert Filmreihen und leistet auf vielfältige Weise seinen Beitrag zur Filmkultur.

Kreativ betätigen sich international bekannte Archtitekturbüros und Stadtplaner von Frankfurt aus, so z. B. Jourdan & Müller, Dr. Albert Speer und Prof. Christoph Mäckler. Auch Ernst May war ein Frankfurter. Zwischen 1925 und 1930 war er als Siedlungsdezernent der Stadt Frankfurt verantwortlich für die Schaffung wegweisender Siedlungen mit erschwinglichem Wohnraum. Außerdem weist Frankfurt insgesamt 440 Ingenieur- und Planungsbüros auf.

Auch die Literatur spielt eine große Rolle in Frankfurt Rhein-Main. An keinem anderen Punkt der Republik gibt es so viele hochkarätige Literaturadressen und -preise wie in der Region Frankfurt Rhein-Main. So residiert in Frankfurt nicht nur der Börsenverein des deutschen Buchhandels, und es wird in jedem Oktober mit der Frankfurter Buchmesse die größte Bücherschau der Welt zelebriert. In Darmstadt hat zum Beispiel auch das deutsche Pen-Zentrum seinen Sitz. Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels sowie der Goethepreis werden in Frankfurt vergeben, der Ricarda-Huch-Preis in Darmstadt und der Hölderlinpreis in Bad Homburg. Literatur wird in der Region durch unzählige große und kleine Veranstaltungen lebendig.

Die Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt ist die zentrale Archivbibliothek und das nationalbibliografische Zentrum der Bundesrepublik Deutschland. Sie verfügt über 7,4 Millionen Bücher und Zeitschriften und mehr als 8.000 elektronischen Medien und hat die für Deutschland einzigartige Aufgabe, lückenlos alle deutschen und deutschsprachigen Publikationen ab 1913 zu sammeln, dauerhaft zu archivieren, umfassend zu dokumentieren und bibliografisch zu verzeichnen sowie der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Im nationalen und internationalen Rahmen pflegt die Deutsche Nationalbibliothek kooperative Außenbeziehungen. So ist sie unter anderem federführender Partner in der deutschen Regelwerks- und Normierungsarbeit sowie maßgeblich an der Entwicklung internationaler Standards beteiligt.

Die Grundlage schaffte der Mainzer Johannes Gutenberg im 15. Jahrhundert mit der Erfindung des Buchdruckes. Bis zu diesem Zeitpunkt konnten Schriften nur durch zeitaufwendiges Abschreiben in begrenzter Anzahl vervielfältigt werden. Gutenberg fügte bewegliche Lettern auf einer Druckplatte zu einem Text zusammen, bestrich diese mit Rußfett und druckte sie auf Pergament oder Papier ab - hundertfach, tausendfach. Mit der europäischen Expansion nach Übersee begann der Siegeslauf des Buchdrucks um die Welt.

Kontakt:
Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main, Kaiserstraße 56,
D-60329 Frankfurt, Tel.: 069 / 21 23 03 96, Fax 069 / 21 23 07 76,
E-Mail: heinrich@infofrankfurt.de, Internet: www.frankfurt-tourismus.de.




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