Wirtschaft & Wissenschaft
Wissenschaftsstandort Magdeburg
Foucault Pendel Magdeburg
Von Hirnforschung, technischen Systemen, Naturwissenschaften, Gewässerforschung bis hin zur Biometrie - die Magdeburger Wissenschafts- und Forschungslandschaft ist eine der vielfältigsten in Deutschland mit einem enormen Entwicklungspotential. Das "Jahr der Wissenschaft" greift dieses Zukunftspotential, aber auch die außergewöhnliche Historie der Stadt, auf und stellt es in den konkreten Zusammenhang der strukturellen Entwicklung.
Wissenschaftsstandort MagdeburgDie Landeshauptstadt Magdeburg verfügt über eine außerordentliche und überregional
wettbewerbsfähige Universitäts- und Forschungslandschaft. An der Otto-von-Guericke-Universität und der Hochschule Magdeburg-Stendal steigen von Semester zu Semester die Studentenzahlen, derzeit sind weit über 17.000 Studenten in Magdeburg immatrikuliert. Darüber hinaus zählt die Stadt zahlreiche Wissenschaftsansiedlungen: Von Instituten über An-Institute bis hin zu Forschungsunternehmen - knappe
einhundert Forschungseinrichtungen haben ihren Sitz in Magdeburg. Dazu gehören unter anderem die hoch angesehenen
Institute Fraunhofer, Max Planck und Leibniz.
Der Strukturwandel der Landeshauptstadt wird bereits an vielen Punkten deutlich. So entsteht aus dem alten Handelshafen unlängst ein
lebendiger Wissenschaftshafen, ein Zentrum für Innovation und Wissenstransfer. Im Jahr 2006 eröffnete sich dort die Pforten des
innovativen Zentrums für Virtuelle Realität. Weitere Branchen mit Zukunftschancen wie Medizintechnik, Logistik, und Umweltschutz haben sich in Magdeburg angesiedelt. So produzieren internationale und deutsche Marktführer, wie der Windkraftanlagenhersteller ENERCON und der Helmproduzent Schuberth Head Protection Technology in Magdeburg. Auch für die Gesundheitswirtschaft als weiteres Wachstumsfeld herrschen in Magdeburg beste Voraussetzungen. Die
medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke Universität zählt zu den
namhaftesten in Deutschland. Verwandte und den medizinischen Bereich ergänzende Fachrichtungen sind sowohl an der Universität als auch an der Fachhochschule stark vertreten. Von großer Bedeutung weit über Magdeburgs Stadtgrenzen hinaus sind noch weitere universitäre Leistungen. So haben beispielsweise die Entwicklung eines
neuen Wirbelschichtverfahrens zur
Kaffeeröstung, einer
Internet-Datenbank zur Erfassung von verlorenen Kulturgütern oder eines
Beschäftigungsmodells zum Abbau der Massenarbeitslosigkeit in Deutschland international für
große Anerkennung gesorgt. Diese etablierten Forschungseinrichtungen bilden eine wichtige Basis für den Wissenschaftsstandort Magdeburg. Seine
Vielfältigkeit,
Innovationsfähigkeit sowie seine
Forschungsoffensive kann jedoch nur unter Einbeziehung vieler weiterer wissenschaftlicher Ansiedlungen betrachtet werden.
Herausragend ist auch die Vernetzung der Magdeburger Wissenschaft mit anderen gesellschaftlichen Bereichen. Betrachtet man beispielsweise das städtische Museum, so entdeckt man international
anerkannte Kompetenzen zur Erforschung des frühen Mittelalters. Nicht umsonst wurde die Entscheidung getroffen, die Europaratsausstellung "Heiliges Römisches Reich" im August 2006 in Magdeburg zu eröffnen.