Inhalt

Wirtschaft & Wissenschaft

Multimedia bringt Zukunft nach Halle


Wirtschaftliche Erfolge der Stadt Halle garantierte Jahrhunderte lang die Salzgewinnung. Diese wurde jedoch 1964 eingestellt und machte den Weg frei für die sich ansiedelnde Großindustrie. Vor allem die chemische Industrie in den Werken Schkopau und Leuna sicherte bis zur Wiedervereinigung Deutschlands das Einkommen vieler Menschen im Raum Halle. Nach der Wende teilte Halle das Schicksal vieler ostdeutscher Städte: die Großindustrie brach weg und viele Arbeitsplätze gingen verloren.

Heute hat sich die Wirtschaft im Raum Halle weitgehend erholt. Führend sind hier zurzeit die Technologiebranche sowie die Medien- und IT-Branche (Information, Kommunikation, Entertainment).

„Halle ist der Medienstandort der Region! Hier entsteht Zukunft!“, ist sich Oberbürgermeisterin Ingrid Häußler sicher. Das sagte sie bei der Eröffnung des Mitteldeutschen Multimediazentrums (MMZ) im Oktober 2005. Dieses Zentrum ist von enormer Bedeutung für die Medienbranche in Halle. Hier wird geforscht, ausgebildet, geplant und produziert. Das MMZ bietet modernste Ausstattung und Technik — vom Ton- und Videostudio über Produktionsräume bis hin zu einem Kongress- und Präsentationsraum sowie einem Videokonferenzraum. Als besonderen Service bietet das MMZ Beratungsmöglichkeiten an, zum Beispiel für Existenzgründer oder spezielle Beratung für junge Firmen.
Besonders stolz ist die Stadt auch auf den Technologiepark weinberg campus, den zweitgrößten Technologiepark in den neuen Bundesländern. Hier haben Existenzgründer die Chance, zu mittelständischen und produktiven Unternehmen heranzuwachsen. Inzwischen siedelten sich mehr als 100 vor allem technologieorientierte Unternehmen an. Aber auch die Universität Halle und einzelne Institute produzieren und forschen hier. Bisher sichert der Technologiepark für mehr als 2500 Menschen einen Arbeitsplatz. Diese Zahl ist steigerungsfähig, denn noch immer stehen freie Flächen im Park für die Ansiedlung weiterer Unternehmen zur Verfügung.

Neben den „modernen“ Branchen spielen im Raum Halle nach wie vor auch traditionellere, wie der Maschinen- und Fahrzeugbau sowie die Lebensmittel- und chemische Industrie, eine wichtige Rolle. Einige der Unternehmen haben es sogar geschafft, sich bundesweit einen Namen zu machen. So zum Beispiel die Halloren Schokoladenfabrik GmbH und die Kathi Rainer Thiele GmbH.

Was Unternehmen nach Halle lockt, ist zum einen die gute Verkehrsanbindung. So hat die Stadt Anschluss an die A 9, A 14, A 38, A 143, B 6, B 71, B 80, B 91 und die B 100. Zum anderen bietet der städtische Fachbereich Wirtschaftsförderung ein umfangreiches Beratungs- und Serviceangebot für Unternehmen, die sich hier ansiedeln wollen. Er ist zentraler Ansprechpartner in der Stadtverwaltung und berät unter anderem zu Standortfragen, Fördermitteln und Finanzierungsmöglichkeiten. Die neueste Serviceleistung der Wirtschaftsförderung ist die Welcome-for-Business-Card. Mit ihr werden seit Oktober 2005 Unternehmen begrüßt, die in Halle ein neues Gewerbe anmelden. Mit der Karte können sich die Unternehmer zum Beispiel bei einem Patentanwalt beraten lassen, sie erhalten Unterstützung bei der Arbeitskräftegewinnung und ein kostenloses Halle-Infopaket.    
 
Medienstandort Halle — ansässige Medienanstalten
- MDR-Hörfunkzentrale
- Private Hörfunk- und Fernsehveranstalter
- Medienanstalt Sachsen-Anhalt
- Fachbereich Medienwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein
- Berufsausbildung Mediengestalter, digitaler Mediengestalter sowie Film- und
Videoeditor durch die Fernsehakademie Mitteldeutschland

- Mitteldeutsches Multimediazentrum Halle zur Vernetzung von Ausbildung und Wirtschaft als Gründerzentrum
 
Mitteldeutsches Multimediazentrum
- Eröffnung: 13.10.2005
- Ort des Forschens, der Ausbildung, der Planung und Produktion im Bereich Multimedia
- Bestehende und neu gegründete Firmen arbeiten mit Instituten der Universität und anderen Instituten projektbezogen zusammen
- Unterstützt durch Wirtschaftsministerium des Landes Sachsen-Anhalt
- Möglichkeiten und Ausstattungen:
  CD-Bearbeitung mit Masterband
  Hohe datentechnische Ausstattung mit durchschnittlich zwei Datenports 
  Frei strukturierbare V-LANs (virtuelle LANs) durch hauseigenen Zentralserver
  Satelliten-downlink für digitale Fernseh-, Hörfunk- und Datenübertragung
  Fernseh- und Hörfunk-Übertragungswagen

- ca. 5.400 qm vermietbare Produktionsfläche

Leitunternehmen der Region Halle

Leitunternehmen der Branche Innovation und Technologie
  probiodrug AG
  ICON GENETICS GmbH
  SCIL Proteins GmbH
  ECH Elektrochemie Halle GmbH
  SONOTEC Ultraschallsensorik Halle GmbH
  ACGT Probenomics AG
  novosom AG 

Leitunternehmen der Branche Information, Kommunikation, Entertainment
  vr-fabrik virtual reality und multimedia gmbh
  digital images GmbH
  Transcom World Wide Halle
  SELOG GmbH
  motion works GmbH
  ESC Electronic Service Center GbR
  HL komm Telekommunikations GmbH 

Leitunternehmen der Branche Maschinen- und Fahrzeugbau
  Bombardier Transportation, DWA Werk Ammendorf
  ABB Transformatoren GmbH
  KSB AG
  ELH Eisenbahnlaufwerke GmbH 

Leitunternehmen der Branche Lebensmittelindustrie
  Coca Cola Erfrischungsgetränke AG
  Kathi Rainer Thiele GmbH
  Halloren Schokoladenfabrik GmbH

Leitunternehmen der Branche Chemische Industrie
  BSL Buna Sow Leuna Olefinverbund GbmH (Dow Chemical)
  Mitteldeutsche Erdoel-Raffinerie GmbH (Elf Aquitaine)

Adressen:
Fachbereich Wirtschaftsförderung der Stadt Halle (Saale)
Marktplatz 1 06108 Halle (Saale) Tel.: 0345 2214762, 2214766 Fax: 0345 2214776 E-Mail: wirtschaftsfoerderung@halle.de Internet: www.wifoe.halle.de

 


Zukunft mit Tradition — Bildung, Kunst und Forschung in Halle


Zukunft mit Tradition - das ist kein Widerspruch, sondern das Motto der größten und ältesten Bildungseinrichtung Sachsen-Anhalts, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Ihr verdankt die Saalestadt ihre überregionale Bekanntheit als Universitätsstadt. Jedes Jahr zieht die Uni tausende junge Leute aus ganz Deutschland und dem Ausland zum Studium nach Halle. Im Jahr 2002 feierte die Bildungsstätte ihr 500-jähriges Jubiläum. Das Datum geht zurück auf die Gründung der Wittenberger Universität im Jahr 1502. Diese wurde 1817 mit der halleschen Universität zusammengeschlossen. Die Martin-Luther-Universität gehört aber nicht nur zu den ältesten im deutschen Sprachraum, sondern hat noch einen weiteren Rekord zu bieten: es ist die erste deutsche Universität, an der eine Frau promovierte. Das war Dorothea Christiane Erxleben im Jahr 1754.

Die Burg Giebichenstein - idyllisch am Ufer der Saale gelegen - ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel in Halle. Sie ist fast immer von jungen kreativen Menschen bevölkert — den Studenten der Hochschule für Kunst und Design, deren Ateliers und Lehrräume in der ältesten Burg an der Saale untergebracht sind. Derzeit studieren etwa 950 Studenten aus über 20 Ländern in den beiden Fachbereichen Kunst und Design. Regelmäßig beteiligen sie sich an Kunstwettbewerben oder Ausstellungen in Halle und prägen damit das künstlerische Ambiente der Stadt. Im Jahr 2005 feierte die Hochschule ihren 90. Geburtstag.

Neben der Universität und der Kunst- und Designhochschule bietet die Stadt auch ein breit gefächertes Angebot an Schulen. Für jede Alters- und Bildungsstufe ist etwas dabei: 41 Grundschulen, 17 Sekundarschulen, neun Gymnasien, fünf berufsbildende Schulen sowie fünf Schulen freier Träger, zum Beispiel eine Waldorfschule.
Eines der Wahrzeichen Halles ist das weiße Hauptgebäude der Franckeschen Stiftungen. Die Stiftungen wurden 1698 als Waisenhaus und Armenschule vom Theologen und Universitätsprofessor August Hermann Francke gegründet. Heute beherbergen die historischen Gebäude drei Kindergärten, einen Grundschulhort und vier Schulen. Eine besondere Attraktion für Kinder ist das im Jahr 2000 eröffnete „Krokoseum“. In diesem pädagogischen Kindermuseum erfahren die Kleinen etwas über Kultur und Geschichte oder basteln und spielen zusammen. An der 1200-Jahrfeier beteiligen sich die Stiftungen mit der Ausstellung „300 Jahre Dänisch-Hallesche Mission — 300 Jahre Kulturdialog zwischen Indien und Europa 2006“.

Die Natur erforschen zum Wohle der Menschen — das war und ist das Motto der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Sie wurde 1652 in Schweinfurt gegründet und ist damit die älteste naturforschende Akademie in Deutschland. Seit 1878 hat sie ihren Sitz in Halle. Ihre Mitglieder zeichnen sich alle durch besondere wissenschaftliche Leistungen aus — unter ihnen sind sogar zahlreiche Nobelpreisträger. Die Mitglieder, die aus aller Welt kommen, veranstalten regelmäßig Versammlungen und Konferenzen zu wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Problemen. Um die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und damit die Zukunft ihrer Akademie kümmert sich die Leopoldina, indem sie Stipendien an junge Wissenschaftler vergibt. Auch hier arbeiten Tradition und Zukunft erfolgreich Hand in Hand.
 
Fakten:
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Entstanden 1817 durch Zusammenschluss der Universität Wittenberg (gegründet 1502) mit der Universität Halle (gegründet 1694) als „Vereinigte Friedrichsuniversität“
- Erhielt ihren jetzigen Namen „Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg“
am 10. November 1933

- Studentenzahl WS 2004/2005: 19244 (WS 2003/2004: 17777)
- Sieben Fakultäten bieten Vielzahl an Fachbereichen und Studienrichtungen:
Theologische, Juristische, Wirtschaftswissenschaftliche, Medizinische,
Landwirtschaftliche, Philosophische und Mathematisch-Naturwissenschaftlich-
Technische Fakultät

- Zentrum der Universität: Universitätsplatz mit klassizistischem Hauptgebäude
(Löwengebäude)

- Mitte des 18. Jahrhunderts (1754) promovierte die erste Frau an einer deutschen
Universität in Halle: Dorothea Christiane Erxleben, Ärztin

Hochschule für Kunst und Design Halle Burg Giebichenstein
- 1915 — Paul Thiersch erneuert die Handwerkerschule der Stadt Halle zu einer
modernen, an der Praxis orientierten Kunstgewerbeschule

- Heute ca. 950 Studierende aus über 20 verschiedenen Ländern
- Zwei Fachbereiche, zehn Studiengänge bzw. 21 fachspezifische Studienrichtungen
Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina
- 1652 in Schweinfurt gegründet; Motto der Gründungsväter: „Die Natur erforschen zum Wohle der Menschen“
- Seit 1878 Sitz in Halle (Saale)
→ weltälteste dauerhaft existierende naturforschende Akademie
- Gemeinnützig tätige Einrichtung mit dem Rechtsstatus eines eingetragenen Vereins
- Aufgaben: Förderung der Wissenschaft, interdisziplinäre Diskussion, Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse
- Mitglieder: Maximal 1000, Altersgrenze: 75 Jahre, entsprechend ihrem Fachgebiet in einer der 28 Fachsektionen, drei Viertel der derzeitigen Mitglieder kommen aus Deutschland, Österreich oder Schweiz, ein Viertel aus 30 anderen Ländern der Welt
- Haushaltsbudget: Getragen zu 80 % durch den Bund, zu 20 % durch das Land Sachsen-Anhalt
Franckesche Stiftungen
- Gegründet 1695 als kulturelles, wissenschaftliches, pädagogisches, soziales und
christliches Zentrum

- Verloren ihre Selbstständigkeit zwischen 1946 und 1991
- 1992 — Wiederaufbau im Sinne des Gründers
- 2000 — Einrichtung des „Krokoseums“ im Historischen Waisenhaus: Zentrum der pädagogischen Arbeit mit Kindern bis 12 Jahre
→ Angebot: Museums-, Kunst-, Medien- und Kulturpädagogik, Ferienprogramme, Ausstellungen
- Weitere Einrichtungen: drei Kindertagesstätten, vier Schulen, Haus der Generationen, Jugendwerkstatt, Bibelzentrum, Archiv, Bibliotheken, museale Einrichtungen, Forschungseinrichtungen
- 2006 — Beitrag zum Stadtjubiläum: Ausstellung „300 Jahre Dänisch-Hallesche-Mission“
 
Evangelische Hochschule für Kirchenmusik Halle (Saale)
- 1926 — Gründung der Evangelischen Kirchenmusikschule in Aschersleben als erster Einrichtung dieser Art in Deutschland
- 1939 — Kirchenmusikschule siedelt um von Aschersleben nach Halle
- 1993 — erhält den heutigen Namen „Evangelische Hochschule für Kirchenmusik Halle (Saale)“
- Seitdem Zusammenarbeit mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU)
- Seit 2001 befindet sich die Hochschule im Händelhaus-Karree (Kleine Ulrichstraße 35), das bereits die beiden Institute für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der MLU beherbergt, sowie die städtische Musikbibliothek und die Instrumentensammlung des Händelhauses
→ Intensive Zusammenarbeit bzw. gemeinsame Nutzung von Einrichtungen
- Fächer: Orgel, Klavier, Chor- und Orchesterleitung, Gesang und Sprecherziehung, Musiktheorie und Musikwissenschaft, Theologie, zusätzliche Instrumente
Volkshochschule Halle
Bietet Kurse in folgenden Bereichen an:
- Geschichte, Recht, Politik, Bankwesen
- Pädagogik, Philosophie, Religion
- Kunst
- Länderkunde, Heimatkunde
- Informatik, Technik
- Schreibtechnik, Buchführung, Steuer
- Sprachen
- Künstlerisches und handwerkliches Gestalten, Tanzen
- Gesundheit und Umwelt
- Gesundheitsbildung
- Gebärdensprache, Alphabetisierung

Adressen:
Geschäftsbereich Kultur und Bildung der Stadt Halle
Beigeordneter: Dr. habil. Hans-Jochen Marquardt Marktplatz 1 06108 Halle (Saale) Tel.: 0345 2214015 Fax: 0345 2214084
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Universitätsplatz 10 06108 Halle (Saale) Tel.: 0345 5520 Fax: 0345 5527077 Internet: www.uni-halle.de
 
Burg Giebichenstein
Hochschule für Kunst und Design Halle
Campus Design Neuwerk 7 06108 Halle (Saale)
Campus Kunst Seebener Straße 1 06114 Halle (Saale)
Tel.: 0345 7751-568, -984 Fax: 0345 7751-569 E-Mail: burgpost@burg-halle.de Internet: www.burg-halle.de

Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina
Emil-Abderhalden-Str. 37 06108 Halle (Saale) Tel.: 0345 472390 Fax: 0345 47239-19 E-Mail: leopoldina@leopoldina-halle.de Internet: www.leopoldina.uni-halle.de

Franckesche Stiftungen
Franckeplatz 1, Haus 37 06110 Halle (Saale) Tel.: 0345 2127-400 Fax: 0345 2127-433 E-Mail: oeffentlichkeit@francke-halle.de Internet: www.francke-halle.de

Evangelische Hochschule für Kirchenmusik Halle (Saale)
Kleine Ulrichstraße 35 06108 Halle (Saale) Tel.: 0345 21969-0 Fax: 0345 21969-29 E-Mail: Sekretariat@ehk-halle.de Internet: www.ehk-halle.de





Seiteninformation


GCB German Convention Bureau e.V.