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Tagen in Hightech-Land

Max-Planck-Institut für Quantenoptik, Foto: MPG/Filser

Aus Deutschland kommen bahnbrechende Erfindungen, in Deutschland werden wegweisende Entdeckungen gemacht. Deutschland entwickelt Zukunftstechnologien und ist als Hightech-Marktplatz top. Und weil Deutschland weltweit zu den führenden MICE-Destinationen gehört, haben Kongress- und Messeveranstalter aus dem Wissenschafts- und Hightech-Bereich allen Grund, in Deutschland zu planen.

4. Januar: Das Wolfsburger phæno, Deutschlands innovativstes Wissenschaftsmuseum, lockt mit einer interaktiven Experimentallandschaft.
5. Januar: Im Hattinger Testlabor Service-Wohnen wird die Nutzung von modernen Informationstechnologien für den Wohnkomfort der Zukunft erprobt.
11. Januar: Das CFK Valley Stade, ein Zusammenschluss von 40 Unternehmen, entwickelt den Wunderstoff CFK weiter, der Flugzeuge widerstandsfähiger und leichter macht.
17. Januar: Das Fraunhofer Institut für grafische Datenverarbeitung in Darmstadt treibt die biometrische Verfahrenstechnik voran...

Phæno und Fraunhofer Institut, CFK Valley und Testlabor Service-Wohnen – das sind nur einige der zahlreichen Innovationsorte, die im Jahr 2006 unter dem Motto „Deutschland – Land der Ideen“ der Weltöffentlichkeit vorgestellt wurden. „Land der Ideen“, als überparteiliche Standortinitiative von Bundesregierung und deutscher Wirtschaft gegründet, begeisterte mit einem spielerisch-kreativen Dreh: An jedem Tag des Fußballweltmeisterschaftsjahrs wurde ein innovativer Ort, ein innovatives Projekt in Deutschland gewürdigt – mit einem Kurzporträt auf der „Land der Ideen“-Website und einer Veranstaltung vor Ort. Neben sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Schlaglichtern fanden sich auch etliche Beispiele aus den Bereichen Forschung und Hightech.

Vom „Land der Ideen“ zur „Hightech-Strategie“

Das war jedoch nur eine der bemerkenswerten Aktivitäten im deutschen Innovationsjahr 2006. Parallel zur „Land der Ideen“-Reihe, die 2007 fortgesetzt wurde und auch 2008 wieder mit großem Erfolg läuft, startete die Bundesregierung eine umfassend über alle Ressorts entwickelte „Hightech-Strategie“. Unter dem Motto „Ideen zünden!“ werden bis 2009 insgesamt rund 15 Milliarden Euro in Nano- und Biotechnologien, optische Technologien, Mikro-, Informations- und Kommunikationstechnologien, aber auch in Basistechnologien wie den Automobil- und Maschinenbau oder die Umwelt- und Energietechnik investiert. Dabei geht es vor allem um drei Ziele: die Entwicklung von Leitmärkten, die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und die Beschleunigung der Umsetzung von Forschungsergebnissen. Eine „Forschungsunion Wirtschaft-Wissenschaft“ mit Vertretern aus beiden Bereichen begleitet den Prozess.

Hightech-Standort Deutschland – attraktiv auch für die MICE-Branche

Kein Wunder, dass das German Convention Bureau die Dynamik rund um den Hightech-Standort Deutschland aufgriff und das Jahr 2007 zum Themenjahr „Wirtschaft & Wissenschaft“ erklärte. Inzwischen versammelt die Website www.gcb.de eine Fülle von Daten und Fakten zum Thema und stellt so den Hightech-Standort Deutschland erstmals umfassend speziell für die MICE-Branche vor. Nimmt man Plattformen wie www.land-der-ideen.de und www.hightech-strategie.de hinzu, stehen heute Tagungs- und Kongressplanern aus dem Wissenschafts- und Hightech-Bereich alle Informationen, die sie für ihre Arbeit benötigen, gebündelt zur Verfügung.

Land der Forscher und Entdecker

Es sind aber nicht nur die aktuellen Entwicklungen und Initiativen, die das Land zwischen Flensburg und Passau, zwischen Aachen und Dresden für Wissenschaftskongresse, Hightech-Präsentationen oder Technikschauen attraktiv machen. Deutschland blickt vielmehr zurück auf eine lange Tradition des Forschergeists und Entdeckungsdrangs, die auch durch zahlreiche Erfindungen und renommierte Auszeichnungen belegt ist. So wurden erst im vergangenen Jahr gleich zwei deutsche Wissenschaftler mit dem Nobelpreis geehrt: Gerhard Ertl vom Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft für seine Grundlagenforschung zur Oberflächenchemie und Physiker Peter Grünberg vom Forschungszentrum Jülich für die Entwicklung einer neuen Festplattentechnik. Grünberg und Ertl sind zwei von sage und schreibe 76 Wissenschaftlern, die die Internet-Enzyklopädie Wikipedia in ihrer „Liste der deutschen Nobelpreisträger“ allein für die Bereiche Chemie, Physik, Physiologie und Medizin aufführt. Während deren Entdeckungen nicht immer leicht nachzuvollziehen sind, haben zahlreiche andere Erfindungen aus Deutschland einen regelrechten Siegeszug um die Welt gehalten: etwa der Buchdruck, 1440 erfunden von Johannes Gutenberg, der 1890 von Rudolf Diesel entwickelte Dieselmotor oder die nur fünf Jahre später von Wilhelm Conrad Röntgen auf den Weg gebrachte Röntgentechnik. Das alles ist vielen Menschen bekannt. Aber wussten Sie schon, dass auch der Leben rettende Airbag, das Schmerzen lindernde Aspirin, die im Kampf gegen Infektionskrankheiten hilfreiche Bakteriologie, der Dynamo, die Chipkarte, die Glühbirne, das Tonband, das Telefon, die Zündkerze und selbst das „angesagte“ Entertainment-Format MP3 Erfindungen aus Deutschland sind?

Einzigartige Forschungslandschaft

Den Hintergrund für viele der vergangenen und die Basis für zukünftige Erfindungen, Entdeckungen und Entwicklungen bildet Deutschlands einzigartige, historisch gewachsene Forschungslandschaft. Sie ruht auf drei Pfeilern: Wirtschaft, Hochschulen und außeruniversitäre Einrichtungen. Zentral für den Sektor Wirtschaft ist die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V., die zusammen mit 48 Forschungseinrichtungen der Unternehmen und insgesamt mehr als 700 eng verbundenen Instituten die größte Rolle im Bereich Forschung und Entwicklung spielt. Traditionell das Rückgrat des deutschen Forschungs- und Wissenschaftssystems bilden jedoch die Hochschulen. Mit ihrer thematischen und methodischen Breite sowie der Nachwuchsförderung tragen sie maßgeblich auch zum Erfolg der außerhochschulischen Forschungseinrichtungen bei. Bund und Länder fördern hier nicht nur die beiden großen deutschen Forschungsorganisationen Max-Planck-Gesellschaft und Deutsche Forschungsgemeinschaft, sondern auch die Einrichtungen der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz und die Hermann-von-Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren mit ihren 15 Großeinrichtungen. Hinzu kommen 55 Bundes- und 188 Landeseinrichtungen mit Forschungsaufgaben, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Alexander-von-Humboldt-Stiftung, sieben von den Ländern finanzierte Akademien der Wissenschaften und zahlreiche Stiftungen wie die Stiftungsgemeinschaft Wissenschaft, die jährlich eine „Stadt der Wissenschaft“ auslobt und finanziell unterstützt.

Wirtschaft und Wissenschaft – hier sind sie Partner

Dass sich Wirtschaft und Wissenschaft in Deutschland besonders gut vertragen, zeigen die Bilanzen zentraler Branchen: So ist – am Umsatz gemessen – die Automobilindustrie Deutschlands größte Industrie. Gleichzeitig ist Deutschland Europas größter Markt für Fahrzeughersteller und -zulieferer. Ebenfalls größter europäischer Markt ist Deutschland für Halbleiterbauelemente, zum führenden europäischen Halbleiter-Cluster wiederum hat sich „Silicon Saxony“ entwickelt. Während die Mikroelektronik für eine der am schnellsten wachsenden Industrien in Deutschland steht, ist die Informations- und Kommunikationstechnologie schon heute der Wirtschaftssektor mit der größten Wertschöpfung im Land. Die Bundesrepublik ist nicht nur die Nummer zwei bei medizinischen Patentanmeldungen weltweit, sie stellt auch 30 % der globalen Patentanmeldungen im Bereich Biotechnologie und gehört im internationalen Vergleich zu den ersten fünf Herstellerländern für Arzneimittel. Unternehmer rund um den Globus profitieren von Deutschlands zentraler Rolle im prosperierenden, zusammenwachsenden europäischen Markt für Luft- und Raumfahrt, gleichzeitig verzeichnet die deutsche Wind-, Solar- und Bioenergie-Technologie den größten Welthandelsanteil.

Überzeugende MICE-Destination

Deutschland – Land der Nobelpreisträger, Land der Forschungsförderung und der wachsenden Innovationsmärkte. All das sind gute Gründe, Wissenschaftskongresse und Hightech-Messen hier zu veranstalten oder zu besuchen. Doch es gibt noch mehr: Die Bundesrepublik ist der geografische und wirtschaftliche Mittelpunkt Europas. Sie steht nicht nur für die größte Volkswirtschaft und den größten Markt der EU – mit neun Grenzen ist sie außerdem Drehscheibe für die Wachstumsmärkte in Mittel- und Osteuropa. Als MICE-Destination überzeugt sie sowieso: Hier rangiert sie an zweiter Stelle weltweit, in Europa ist sie die Nummer eins. Wer in Deutschland den passenden MICE-Standort mit Wissenschafts- und Hightech-Bezug sucht, hat verschiedenste Möglichkeiten. Erste Orientierungspunkte bieten:

  • das GCB German Convention Bureau, www.gcb.de
  • Leitmessen (siehe Kasten)
  • Standorte einschlägiger Forschungseinrichtungen
  • die Orte der „Land der Ideen“-Website
  • die elf deutschen Metropolenregionen (Berlin/Brandenburg, Bremen-Oldenburg, Frankfurt/Rhein-Main, Hamburg, Hannover-Braunschweig-Göttingen, München, Nürnberg, Rhein-Neckar, Rhein-Ruhr, Sachsendreieck und Stuttgart)
  • die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie skizzierten deutschen „Kompetenznetze“, „Innovationsfelder“ und „Innovationsregionen“
  • einschlägige Angebote für Rahmenprogramme (Museen, Führungen, Veranstaltungen)

Von Branchentreffs unterm Solardach und Tagungen im neuen Hightech-Zentrum über Werksbesichtigungen, Industrieparkführungen und Besuche im Technikmuseum bis hin zu Themenrouten und Technology Walks – spannenden Events mit Wissenschafts- und Hightech-Bezug sind in Deutschland keine Grenzen gesetzt. Natürlich hilft auch das German Convention Bureau, den richtigen Veranstaltungsort, das inspirierende Rahmenprogramm, den passenden Eventpartner vor Ort zu finden. Auf der GCB-Website finden Sie außerdem Porträts und Tipps zu den wichtigsten Forschungs- und Wissenschaftsstädten des Landes.   

Websites:
www.gcb.de (–> Tagungsland Deutschland –> Wirtschaft & Wissenschaft)
www.hightech-strategie.de
www.land-der-ideen.de
www.invest-in-germany.de
www.ideen-zuenden.de
www.kompetenznetze.de
www.bmbf.de (–> Hightech-Strategie / Bildung / Forschung / Wissenschaft)
wm2006.deutschland.de
www.museen.de (–> Suche –> „Technik“ oder „Naturwissenschaft“ oder „Physik“ oder...)
www.wer-zu-wem.de (–> Themen –> Werksbesichtigungen oder –> Branchen)





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