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Dresden-Tourismus behauptet sich in der Krise
Weihnachtsmonat Dezember bringt überdurchschnittlich viele Gäste nach Dresden
Hohe Steigerungsraten im Vergleich zum Vorjahr brachte der Dezember mit einem Plus in den Ankünften von Gästen aus dem Inland von +13,4% und in den Übernachtungen von +10,7%. Die Gäste aus dem Ausland ließen die Dezember-Zahlen in den Ankünften um +7,2% und in den Übernachtungen um +9,2% im Vergleich zum Dezember 2008 nach oben gehen. Grund dafür sind insbesondere das Engagement zum Striezelmarkt sowie dessen Neuausrichtung, insbesondere die damit einhergehende deutschlandweite und globale Berichterstattung, sowie die Veranstaltungen zu Silvester. Insgesamt kamen im Dezember demnach 12,6% mehr Gäste nach Dresden und es wurden 10,5% mehr Übernachtungen registriert.
Tourismusjahr 2009
Wie sieht das Tourismusjahr 2009 insgesamt aus? Im Vergleich zum Vorjahr kommt Dresden bei den Besuchern aus dem Inland auf +2,5% in den Ankünften und +2,1% in den Übernachtungen. Die Ankünfte Ausland sind leicht rückläufig mit -1,8%, die Übernachtungen allerdings um +1,7% gestiegen.
Am stärksten gestiegen ist das Geschäft mit Russland, das 31% Zuwachs zu verzeichnen hat und auch die höchste durchschnittliche Aufenthaltsdauer mit 3,5 Tagen. Damit hat sich das verstärkte Engagement in Russland in 2009 für die Stadt Dresden gelohnt.
Und Ausland und Inland insgesamt? Hier kann sich Dresden über ein Plus in den Ankünften um +1,8% (Sachsen gesamt +0,9%) und in den Übernachtungen sogar um +2,0% (Sachsen gesamt +0,5%) freuen. Damit liegt Dresden auch über dem Sachsendurchschnitt, der sich in den Ankünften gesamt um +0,9% (Dres-den +1,8%) und den Übernachtungen gesamt um +0,5% (Sachsen +2,0%) steigern konnte. Stabil geblieben - wie seit Jahren - ist die durchschnittliche Aufenthaltsdauer für alle Dresden-Besucher, die bei 2,2 Tagen liegt.
Entwicklung der touristischen Zahlen seit 1991
Betrachtet man die touristische Entwicklung der letzten 19 Jahre, liegt die Landeshauptstadt mit den 2009-Zahlen in den Übernachtungen gesamt auf Platz 3 und in den Ankünften gesamt sogar auf Platz 2. Letzteres bedeutet, dass das vergangene Jahr direkt nach dem großen Erfolgsjahr 2006 kommt, das mit Frauenkirche und Stadtjubiläum das »magische« Jahr für den Dresden-Tourismus war.
»Der Dresden-Tourismus konnte sich in 2009 steigern, darüber freuen wir uns sehr. Zuwachsraten in einem wirtschaftlich schwierigen Jahr zu erzielen, ist ein gutes Zeichen für den beginnenden Aufwärtstrend. Wir als Dachmarketingorganisation der Landeshauptstadt werten dieses positive Ergebnis als Erfolg der gemeinsamen Arbeit in Dresden. Die Winterkampagne "Dresden. Gibt dem Winter Glanz" hat sicher zu den zweistelligen Zuwächsen im Inland für den Dezember beigetragen«, so Dr. Bettina Bunge, Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH.
»Fazit für mich: Events lohnen sich! Wir werden das konsequent in den nächsten Jahren fortsetzen«, so Dirk Hilbert, Erster Bürgermeister der Landeshauptstadt Dresden.
Zufrieden zeigt sich auch die Branche: »Gerade unsere Hotels und gastronomischen Einrichtungen haben gepunktet: mit Service und Qualität. In der allgemeinen Wirtschaftskrise, in der die Kunden zwar nach wie vor bereit sind, Geld auszugeben, jedoch genau hinschauen, wofür, war das ein echter Rettungsanker für Dresden. Kritisch sehe ich das niedrige Preisniveau der Hotels. Um dieses anzuheben, müssen wir uns intensiv für den Ausbau des Geschäftskundenverkehr stark machen«, so Jeffrey Pötzsch, Vorstandsvorsitzender des Tourismusverbandes Dresden e.V.
»Es ist uns gelungen, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mit der Dresden Tourismus GmbH ein neues Unternehmen aufzubauen und auf eine erste solide Basis zu stellen. Erfolgsfaktoren waren dabei nicht nur der große Einsatz der Mitarbeiter, sondern auch unsere neuen und innovativen Projekte, wie unser touristischer Marktplatz. In 2009 haben wir viele Kooperationen initiiert und die enge Vernetzung der am Dresden Tourismus beteiligten Akteure stark gefördert. Nicht zuletzt blicken wir auf eine enge und gute Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Dresden, der DMG und den Tourismusverbänden zurück. Es gilt nun, diese erfolgreiche Arbeit fortzusetzen«, so Lars Knüpfer, Geschäftsführer der Dresden Tourismus GmbH.
Optimismus für 2010
Die Welttourismusorganisation UNWTO sagt für dieses Jahr einen Zuwachs von +3 bis +4% in den Ankünften voraus. Die Zahlen für den Deutschland-Tourismus sind noch nicht veröffentlicht, aber für Dresden ist eine ähnlich positive Tendenz anzunehmen: +2% bis +4% in den Übernachtungen bei positiven Rahmenbedingungen sind voraussichtlich zu erwarten. »Für Dresden wird 2010 kein einfaches Jahr, aber mit der Intensivierung der gemeinsamen Vermarktungsaktivitäten, z. B. der Jahreskampagne "Dresden. Kommen Sie Kunst genießen", den vielen attraktiven Reiseanlässen und dem Ausbau Dresdens als Kongress- und Tagungsstandort sehen wir optimistisch in die Zukunft«, so Dr. Bettina Bunge.
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