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Trendwende: Incoming-Tourismus wieder

Deutschland-Incoming November 2009


Frankfurt am Main, 04. Februar 2010 - Nachdem sich die krisenbedingten Rückgänge bei den Ausländerübernachtungen in den letzten Monaten kontinuierlich abgeschwächt haben, registriert das Statistische Bundesamt für den November 2009 ein signifikantes Übernachtungsplus von 4,2 Prozent in Beherbergungsbetrieben mit mehr als neun Betten und auf Campingplätzen. Damit legen die Incoming-Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erstmals wieder zu - mit Ausnahme des Monats August, in dem ein Plus von 2,2 Prozent verzeichnet wurde.

Im Jahresverlauf bis November 2009 wurden insgesamt 51 Millionen Auslandsübernachtungen gezählt. Damit schmilzt das kumulierte Minus im Deutschland-Incoming auf 3,5 Prozent.

Laut Welttourismusorganisation (UNWTO) sank die Zahl der Reisenden im vergangenen Jahr um 4,3 Prozent, europaweit sogar um 5,6 Prozent. „Das Reiseland Deutschland verbucht im internationalen Vergleich einen relativ moderaten Rückgang. Das zeigt: Es war die richtige Entscheidung, schon zu Beginn der Wirtschaftskrise das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis in den Fokus unseres weltweiten Marketings
zu stellen“, so Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT). Nach Angaben des ITB World
Travel Trends Report spielt bei den europäischen Reisenden der Reisepreis eine immer größere Rolle bei der Entscheidung für ein Urlaubsziel.

Aus acht der zehn wichtigsten Auslandsmärkte registrierte das Statistische Bundesamt im November ein Übernachtungsplus. Spitzenreiter
ist Belgien mit 24,8 Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahresmonat.

Italien schloss den November mit einem Zuwachs von 13,4 Prozent, Frankreich mit 11,9 Prozent. Aus Deutschlands wichtigstem Auslandsmarkt, den Niederlanden, verzeichneten die Statistiker ein Plus von 7,9 Prozent. Erfreulich auch die Entwicklung der Übernachtungszahlen US-amerikanischer Gäste: Mit einem November-Zuwachs von 5,2 Prozent schmilzt das kumulierte Minus auf 3,8 Prozent.

„Diese Zahlen sind zum Teil Nachholeffekte, gerade im Bereich Geschäftsreisen. Dank der sich langsam erholenden Wirtschaft
realisieren nun mehr und mehr Unternehmen Reisen, die sie in den vergangenen Monaten aufgeschoben hatten. Jetzt kommt es darauf an, den
Trend mit weiteren Marketingaktivitäten zu stabilisieren“, ordnet Hedorfer die Bilanzen ein.

Das Vereinigte Königreich hingegen kämpft noch immer mit den Folgen der Wirtschaftskrise und bleibt auch im November mit drei Prozent hinter dem ebenfalls schon schwachen Vorjahresergebnis zurück. Allerdings konnte der Rückgang im Jahresverlauf durch pointiertes Marketing der DZT abgefedert werden.

Beliebtestes Städteziel der ausländischen Gäste bleibt Berlin, wobei die Hauptstadt im Jubiläumsmonat des Mauerfalls einen richtigen Boom
erlebte: 19,4 Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahresmonat wurden gezählt.

Eine positive Novemberbilanz zieht auch Hamburg mit einem Incoming-Plus von 10,2 Prozent, zu dem insbesondere Frankreich, die Schweiz, Österreich und Dänemark mit zweistelligen Zuwachsraten beigetragen haben. Während die Gästezahlen aus Großbritannien für den
Deutschland-Tourismus insgesamt rückläufig waren, verbuchte Hamburg aus diesem Quellmarkt ein Plus von 25,6 Prozent.

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